Winnweiler
Wo soll gebaut werden?
Erstmals waren dem Gemeinderat Ende März Ergebnisse aus dieser Potenzialanalyse für künftige Neubaugebiete vom Büro BBP, Kaiserslautern, vorgestellt worden. Damals war in der Diskussion bereits die Tendenz erkennbar, dass Flächen favorisiert werden, die deutlich mehr als 50 Bauplätze ermöglichen. Gleichzeitig soll gewährleistet sein, dass der zusätzliche Verkehr nicht über ohnehin bereits stark belastete Straßen geführt werden muss. Jakobstraße, Dresdener Straße, Neugasse oder Schulstraße sollten nach dem Willen der Räte keinesfalls zusätzliche Belastungen erfahren.
Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) informierte im Nachgang zur Sitzung außerdem, dass eine Entwicklung im südlichen Bereich der Gemeinde angestrebt werde, weil hier Einkaufsmöglichkeiten, Verwaltung, Ärztehaus, kommunale Kita entstehen oder entstanden sind, die auch entsprechenden Ziel- und Quellverkehr verursachen.
Im Laufe der jüngsten Sitzung sei, so Jacob, abermals eine lebhafte Diskussion entstanden. In deren Verlauf stellte das Ratsmitglied Rudolf Franzmann für die SPD-Fraktion den Antrag, zu den beiden südlich gelegenen Flächen 5 und 6 auch die Fläche 1, welche eine Erweiterung des Neubaugebietes „Unterm Eisvogel“ um etwa 46 Bauplätze bedeuten würde, in die nähere Prüfung mit einzubeziehen. Ratsmitglied Kerstin Weis beantragte für die Fraktion Bündnis 90/Grüne die zusätzliche Untersuchung der Fläche 4 – hier handelt es sich um die Gebiete, die im wesentlichen als Ausgleichsflächen für das Neubaugebiet Potzbacher Pfad festgelegt sind. Nach einer Abstimmung wurde die Prüfung der Flächen 2 und 3 aus der weiteren Abklärung herausgenommen.
Weitere Themen:
– Der Ortsgemeinderat entschied einstimmig, einen Antrag der CDU-Fraktion bezüglich der Entwicklung der Fläche unterhalb des Friedhofes im Lohnsbachpark zum Jugend- und Sportgelände zu billigen. Hier soll zunächst eine Info-Veranstaltung mit Jugendlichen stattfinden, in der deren Wünsche und Vorstellungen abgefragt werden.
– Bei einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat eine Ergänzungssatzung im Bereich der Straße „Am Schwimmbad“. Nach Abwägung der eingegangenen Anregungen und Bedenken aus der Offenlage des Entwurfs des Bebauungsplanes wurden verschiedene Abwägungen vorgenommen worden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen forderte zusätzlich die Einholung eines Fachbeitrages Naturschutz. Dies wurde vom Ortsgemeinderat mehrheitlich abgelehnt.