Donnersbergkreis „Wir bremsen auch für Pokémons“
Das Taxi-Unternehmen Klingbiel aus Ramstein-Miesenbach (Kreis Kaiserslautern) bietet seit Neuestem spezielle Pokémon-Fahrten an. Aufgrund des beliebten Spiels „Pokémon Go“ fährt nun ein dafür gerüstetes Taxi durch die Region.
Der große Pokémon-Trend hält weiter an. Nichts und niemand ist sicher vor den zahlreichen Pokémon-Jägern, die seit Tagen mit ihren Smartphones unterwegs sind. Das Spiel „Pokémon Go“, das zunächst Amerika und nun auch Europa erobert hat, begeistert vor allem junge Menschen ungemein. Taxifahrer Marcel Klingbiel erfuhr früh von dem Hype um die Pokémons. Viele seiner Kunden sind Amerikaner, und diese seien bereits seit Wochen Fans des Spiels. „Ich bin dann viel rumgefahren und habe gesucht, wo besonders viele Pokémons zu finden sind“, erklärt Klingbiel, dessen Vater das Taxiunternehmen leitet. Wenn Pokémon-Jäger in sein Taxi steigen, können diese sicher sein, auf der Fahrt kein Pokémon zu verpassen. Außerdem bietet Klingbiel spezielle Pokémon-Fahrten an. „Wenn die Kunden mir sagen, wo ich sie abholen soll und was sie suchen, plane ich für sie die perfekte Route“, sagt der Taxifahrer. Für eine Stunde Pokémon-Tour verlangt Klingbiel zwischen 30 und 50 Euro, je nachdem, wo er die Kunden abholt und absetzt. Im Fahrzeug selbst erwartet die Pokémon-Jäger natürlich ein ansprechendes Ambiente. Zwischen Plüschtieren, Figuren und Schildern fühlen sich die Kunden wohl. Klingbiel selbst hat sich ein passendes Kostüm zugelegt. „Ich will das natürlich richtig verkörpern“, sagt er. Verkleidet als Pikachu, eine der Hauptfiguren des Spiels, fährt er seine Touren. „Ich war als Kind und Jugendlicher großer Fan von Pokémon“, sagt Klingbiel. „Ich will die Idee mit dem Pokémon-Taxi noch weiter ausbauen.“ Seine Frau ist nicht besonders begeistert von der neuen Leidenschaft ihres Mannes. „Wenn sie sich beschwert, sage ich ihr immer, dass das fürs Geschäft ist“, sagt Klingbiel lachend. |amw