Donnersbergkreis Winnweilerer Feuerwehr setzt Drohne ein

Testflug vor der Wache: An der Drohne der Winnweilerer Feuerwehr ist eine „normale“ und eine Wärmebildkamera angebracht.  Foto:
Testflug vor der Wache: An der Drohne der Winnweilerer Feuerwehr ist eine »normale« und eine Wärmebildkamera angebracht.

Die Feuerwehr Winnweiler ist die erste Wehr im Donnersbergkreis, die im Besitz einer Drohne ist. Auf diese setzen Wehrleiter Christian Füllert und Rudolf Jacob, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler, große Stücke. Auch, was die Sicherheit der Einsatzkräfte betrifft. Das Flugobjekt soll zudem für den Kreis im Einsatz sein.
Der Quadrocopter, so die Bezeichnung der Winnweilerer Drohne, verfügt über eine „normale“ und eine Wärmebildkamera. Gerade Letztere sei von der Bedeutung her nicht zu unterschätzen, berichtet Füllert. Der Wehrleiter bringt hier als Beispiel eine Person, die in einem Gewässer vermisst wird. Mit Hilfe von Kamera und Wärmebildkamera könne man den Quadrocopter dann über das Gewässer steuern.

Mit Wärmebildkamera Glutnester erkennen



Nächstes Beispiel: ein Wald- oder Flächenbrand. Mit Hilfe der Drohne lasse sich schnell feststellen, in welche Richtung sich das Feuer ausbreitet und wie man am schnellsten zur Brandstelle kommt. Nicht zu unterschätzen auch am sichersten hin kommt, wie der Wehrleiter betont. Schließlich bestehe bei einem Waldbrand ja auch die Gefahr, dass die Wehrleute am Ende selbst von einem Feuer eingekreist werden. Grundsätzlich sei eine Drohne auch bei Nachlöscharbeiten von Vorteil, da man dank der Wärmebildkamera erkennen könne, wo sich noch Glutnester befinden.

Kosten: 7000 Euro



Neun Wehrleute haben bereits an der 16-stündigen Ausbildung zur Steuerung des Flugobjekts teilgenommen. 7000 Euro wurden für die Anschaffung der Drohne investiert. An den Kosten hat sich auch der Kreis beteiligt, die Drohne solle auch außerhalb der Verbandsgemeinde eingesetzt werden. „Ich bin davon überzeugt, dass eine Drohne in ein paar Jahren Standard bei den Feuerwehren sein wird“, sagt Bürgermeister Jacob. Ein großer Vorteil der Drohne ist laut Füllert, dass man sich damit in Echtzeit einen Überblick über die Lage verschaffen könne. Mit Hilfe der Drohne könne so in einem Lagezentrum die jeweilige Situation beurteilt, aber auch der Einsatz hochwertig dokumentiert werden.

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