Donnersbergkreis Winnweiler vor Titelgewinn

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Breitenbach. Der TTC Winnweiler ist – nach der Relegationsschlappe im Vorjahr – am Ziel: Er wird in elf Tagen Meister der Bezirksliga Westpfalz Nord. Einen Spieltag vor Saisonende übernimmt der TTC aufgrund kurioser Umstände die Tabellenspitze. Nachdem Nebenbuhler TTV Siegelbach jetzt die Doppel falsch aufstellte, wird sein Sieg in eine 0:9-Pleite umgemünzt. Peinlich? Naja, der Lapsus ist wohl als Geschenk, nicht als Versehen zu werten. Der TTV pfeift offenbar auf den Aufstieg.

TTV Siegelbach – TuS Gerbach 9:3.

Was im Internetportal steht, verliert bald seine Gültigkeit. „Hinterher kam auf einmal: ,Ups, da ist was schiefgelaufen’ “, blickte Oliver Koch, Spitze des TuS, verwundert auf einen seltsamen Sonntagmorgen. Gerbach, sportlich aussichtslos unterlegen, wird ein 9:0 zugeschrieben bekommen – weil der TTV Doppel zwei und drei angeblich verwechselte. In letzter Zeit drang mehrmals das Gerücht durch, Siegelbach wolle nicht aufsteigen. TTV-Garant Marcello Mühlemann wird eine Auszeit einlegen, für die 2. Pfalzliga reicht es so wohl nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass der TTV das Problem der „drohenden“ Meisterschaft auf diesem Weg löste. „Mehr war nicht drin“, sagte Koch auf das Spiel bezogen. Timo Lamb holte Kai Andes, Clemens Bieger Marius Hach. Am Ende wird es egal sein. Punkte TuS: Koch/Lamb, Lamb, Bieger. TTC Breitenbach – TTC Winnweiler 1:9. Es war die Pflicht. Ein aufreibendes Fernduell-Finale bahnte sich an, in dem jedes verlorene Pünktchen das Scheitern hätte bedeuten können: der TTC Winnweiler zwei Spiele hinter Rivale TTV Siegelbach, spannender geht’s nicht. Bis am Sonntag die Info durchsickerte, der TTV habe sich selbst um den Titel gebracht. „Man will natürlich Meister werden. Das hat aber einen Beigeschmack. Ich würde lieber sportlich Erster werden“, meinte Winnweilers Björn Böttger. In Breitenbach verlor nur Frank Willems 2:3 gegen Karl-Heinz Woll. Die vergangenen Wochen hatte sich der TTC mit Kantersiegen auf den Endspurt eingestellt. Nun ist der Weg für Winnweiler frei… Punkte TTC: Wiegand/Barkowski, Haag/Willems, Böttger/Kratschmer, Böttger, Wiegand (2), Haag, Kratschmer, Barkowski. ASV Höringen – TTC Herschweiler-Pettersheim 9:3. „Eigentlich dachte ich, es geht knapper aus“, räumte Wolfgang Frohs, Spielführer des ASV, später ein. Urlauber Florian Haag passte zum zweiten Mal – der ASV marschierte trotzdem gegen einen TTC ohne Punktesammler Matthias Weyrich. Die bitterste Pleite des Abends kassierte Frohs selbst: 1:3 verlor er gegen Sören Staab – nachdem er in Satz drei 10:4 führte, in Satz vier nochmals 10:5. „Ich hab’ mich über mich selbst aufgeregt“, so Frohs. Auch Fabian Rubel vergeigte eine 2:0-Satzführung gegen Gerhard Steinmann, zog mit 15:17 im Fünften den Kürzeren. Ärgerlich fürs Ego. Punkte ASV: Dohmen/Patrick Haag, Frohs/Martin Seib, Dohmen (2), Martin Seib (2), Patrick Haag, Gerhard Seib, Rubel. TTF Rockenhausen – Post SG Kaiserslautern II 7:9. Null Chance. Als die Post gegen 18.15 Uhr in Rockenhausen auflief, war sich Niclas Bauer da sicher. „Ich hab’ die Aufstellung gesehen und gewusst, das gibt eine schnelle Nummer“, gab er zu. Die Post II vielleicht so stark besetzt wie noch nie in dieser Runde. Aber die TTF hielten überraschend dagegen. „Es war echt bitter. Wir hatten uns was ausgerechnet – klar, wenn man 6:4 führt“, haderte Bauer. Obwohl er im zweiten Einzel hilflos wirkte, lieferte er, neben Ersatz Björn Schläfer, die Leistung des Abends: Das 3:2 gegen den Ex-Börrstadter Abwehrspezialisten Matthias Linder war ein Musterbeispiel an Kampf. Acht- bis zehnmal in Serie pfefferte er das Zelluloid auf die Platte. Und Linder fischte. 16:14 gewann Bauer im Entscheidungssatz. Eine von zwei Rockenhausener Fünfsatzpartien nach Peter-Pascal Portz’ 3:2 gegen seinen früheren Zellertaler Vereinskollegen, Post-Eins Michael Brandt. „Man braucht nicht mehr viel, und genau das kommt nicht“, war Bauer, im Schlussdoppel mit Portz stark aber glücklos, bedient. Punkte TTF: Bauer/Portz, Nehm/Heintz, Portz, Bauer, Heintz, Schläfer (2). (ppp)

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