Donnersbergkreis
Winnweiler: VG-Rat legt neue Eintrittspreise für Schwimmbadbesucher fest
Der Verbandsgemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die Eintrittspreise für das Freibad in Winnweiler festgelegt. „Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir wie geplant im April mit dem Probebetrieb beginnen können und das Bad im Mai öffnen wird“, sagte Bürgermeister Rudolf Jacob .
Der Verbandsgemeinderat Winnweiler hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die Eintrittspreise für das Freibad in Winnweiler festgelegt. „Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir wie geplant im April mit dem Probebetrieb beginnen können und das Bad im Mai öffnen wird“, sagte Bürgermeister Rudolf Jacob. „In allen Gebäuden des Bades läuft derzeit der Innenausbau“, sagte Jacob, der dem Rat neben der Gebührenordnung auch den Sachstand zur Sanierung des Bades vermittelte. Die Arbeiten laufen im Zeitplan, betonte der Bürgermeister, der zuversichtlich ist, dass das neue Freibad seinen Besuchern, aber auch den Kindergärten und Schulen der Verbandsgemeinde deutlich mehr Möglichkeiten bietet.
Nach der Sanierung soll es deutlich erweiterte Öffnungszeiten geben: Das Bad soll früher im Jahr öffnen können und länger geöffnet bleiben. „Das wird beispielsweise auch deshalb möglich sein, weil wir die Wasseroberfläche künftig gegen das Auskühlen nachts abdecken können“, so Jacob.
Schwimmausbildung bereits im Kindergarten
Wichtigster Schwerpunkt, den die VG im Freibad setzen will, ist die Schwimmausbildung bereits in der Kindertagesstätte. 25 Erzieherinnen aus der VG haben bereits ihr Interesse bekundet, eine Zusatzausbildung für den Schwimmunterrichtung machen zu wollen. „Der Idealfall sieht vor, dass neben unserem Schwimmbadpersonal auch ausreichend Erzieherinnen bei den Schwimmkursen anpacken können, so dass auf drei Kinder im Becken jeweils eine Aufsichtsperson kommt, welche die Kleinen beim Schwimmunterricht beaufsichtigt und anleitet“, so Jacob.
Um den Effekt zu stärken, dass Kinder früh schwimmen lernen, sieht die neuen Gebührenordnung, die der Verbandsgemeinderat beschlossen hat, vor, dass erst ab einem Alter von zehn Jahren Eintrittsgeld erhoben wird. Außerdem hat der Rat im Gebührenmodell auch beschlossen, dass Schüler, Auszubildende, Studenten und Freiwilligendienstleistende bis zum vollendeten 24. Lebensjahr nach Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung zum halben Eintrittspreis ins Bad kommen. Vor diesem Hintergrund verteidigte Jakob das Gebührenmodell auch gegen den rechnerisch richtigen Einwand der Grünen, dass beispielsweise eine Dauerkarte für eine Familie mit drei Kindern, die alle im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sind, deutlich teuerer als jetzt sein wird. „Das haben wir bei der Berechnung durchaus berücksichtigt, angesichts des späteren Eintrittsalters in den gebührenpflichtigen Bereich und die länger möglich Vergünstigungen über das 18. Lebensjahr hinaus, halten wir die Gebührenordnung insgesamt für ausgewogen“, sagte Jacob. Er verwies auch auf den Vergleich mit ähnlichen Bädern im Umfeld, in dem Winnweiler immer noch deutlich günstiger bei den Eintrittsgelder sei.
Tageskarte kostet künftig 3,20 Euro
Auch die Regelung, dass Kinder bereits ab dem Alter von sechs Jahren ohne Begleitung in Bad dürfen, soll beibehalten werden. „Wir hatten hier nie Probleme und gehen davon aus, dass Eltern sich ihrer Verantwortung und Aufsichtspflicht bewusst sind“, so der Bürgermeister auf einen Einwand der ebenfalls von der Fraktion der Grünen kam. Die Tageskarte wird künftig 3,20 Euro für Erwachsene, und 1,70 Euro für Kinder kosten. Die Dauerkarte für Erwachsene 64 Euro, für Kinder 34 Euro. Die Familienkarte mit einem Kind kostet 98 Euro, für jedes weitere Kind wird ein Aufschlag von 17 Euro (halber Dauerkartenpreis für Kinder) fällig. Zwölferkarten kosten für Erwachsene 35,20 Euro, für Kinder 18,70 Euro, wobei die Karten über das Saisonende hinaus gültig bleiben. Laut Berechnung will die VG durch die Erhöhung jährlich knapp 21.000 Euro mehr einnehmen, was durchschnittlich einer Preisanhebung von 17,5 Prozent entspricht.
Einwurf: Mehr fürs Geld
Ja die Gebühren für das frisch sanierte Freibad in Winnweiler steigen, die Bürger müssen tiefer in die Tasche greifen, doch dafür bekommen sie auch viel mehr geboten. Längere Öffnungszeiten, eine deutlich ausgeweitete Möglichkeit, zu Sonderkonditionen ins Bad zu kommen und vor allem eine überaus moderne Schwimmstätte. Vergleicht man die Gebührenordnung der VG Winnweiler, wo die Tageskarte 3,20 Euro kosten soll, beispielsweise mit den gerade angehobenen Gebühren im Waldschwimmbad Eisenberg, wo die Tageskarte mittlerweile mit sechs Euro zu Buche schlägt, dann muss auch anerkannt werden, dass in Winnweiler der Badespaß auch künftig ein deutlich günstigeres Vergnügen als in anderen Kommunen sein wird.