Donnersbergkreis
Winnweiler: Katholischer Pfarrer Carsten Leinhäuser eingeführt
Tätig ist er bereits seit 1. Oktober – nun wurde Carsten Leinhäuser auch offiziell als neuer Pfarrer der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz in Winnweiler eingeführt. Er ist Nachfolger von Walter Fuhrmann, der im Juli in Ruhestand gegangen war (wir berichteten). Eines machte der 40-Jährige bei seinem Amtsantritt deutlich: Seine Arbeit kann und will er nur zusammen mit den Menschen machen.
Sympathisch und dynamisch präsentiert sich der gebürtige Saarländer, der zuvor Leiter der Abteilung Jugendseelsorge im bischöflichen Ordinariat in Speyer und Diözesanjugendseelsorger war, in seinem Einführungsgottesdienst in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche. Neben Winnweiler gehören auch Börrstadt, Imsbach und Lohnsfeld zur Pfarrei Heilig Kreuz.
Gebannt hören die Besucher dem „Neuen“ zu – und viele glauben ihm nicht so recht, als Leinhäuser betont: „Ich werde sie auf jeden Fall enttäuschen!“ Was er damit meint: „Erwarten sie von mir bitte keinen Masterplan – den habe ich nicht.“ Vielmehr möchte er zuhören und mit den Menschen reden, nicht übereinander. „Gemeinsam nach Lösungen suchen und auch nach Fragen“, so Leinhäuser. Beispielsweise will er wissen, wie sie sich einen guten Gottesdienst vorstellen. „Was können wir tun, um Jugendliche, junge Familien und Singles zu uns zu führen?“, fragt er. Und der Seelsorger erklärt, wie er sich ein gutes Miteinander vorstellt: „Ich möchte mich wie zuhause fühlen. Mal die Schuhe ausziehen und mich zurücklehnen.“
„Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mich geprägt“
Dekan Markus Horbach aus Rockenhausen hatte zu Beginn des Gottesdienstes Carsten Leinhäuser vorgestellt. Der aus dem saarländischen Rohrbach Stammende war unter anderem als Kaplan in Schifferstadt und Pirmasens tätig. Im August 2010 hatte er die Beratungs- und Informationsstelle Berufe der Kirche und das Referat Ministrantenseelsorge im Bistum Speyer übernommen. Seit 2014 ist er Präses im Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Im Jahr darauf nahm er die oben genannten Aufgaben an. Horbach sagte, Leinhäuser verreise gerne und sei ein Organisationstalent. Der Gelobte selbst ergänzte, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe ihn sehr geprägt und beflügelt.
Musikalisch begleitet haben den Gottesdienst der Hochsteiner Chor „Diva-Canto“ und der Börrstadter Musikverein. Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim hatten die Gäste die Möglichkeit, mit dem neuen Pfarrer ins Gespräch zu kommen. Gratulationen und gute Wünsche überbrachten Gemeindereferentin Gabriele Heinz, Fabian Zewinger (stellvertretender Vorsitzender des Pfarreirats) Marlies Müller (stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats), Pfarrer Friedrich Schmidt, Bürgermeister Rudolf Jacob und Markus Schreiber (Vorsitzender Pfarreirat). Letzterer überreichte Leinhäuser einen Korb mit Delikatessen aus jeder Gemeinde. „Aber auch das traditionelle Geschenk zum Einzug darf nicht fehlen“, so Schreiber beim Überreichen von Salz und Brot.