Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Windräder bei Gehrweiler und Gundersweiler: Rat Winnweiler ist dagegen

Wegen Schwarzstorch-Vorkommen sind Nachbargemeinden, darunter auch Winnweiler, gegen Windräder in Gehrweiler und Gundersweiler.
Wegen Schwarzstorch-Vorkommen sind Nachbargemeinden, darunter auch Winnweiler, gegen Windräder in Gehrweiler und Gundersweiler.

Drei geplante Windräder in Gehrweiler und Gundersweiler erfreuen sich offenbar keiner besonderen Beliebtheit in den Nachbargemeinden. Auch der Ortsgemeinderat Winnweiler bleibt bei seiner ablehnenden Haltung. Und dafür gibt es auch Gründe.

Schon im vergangenen August hatte der Gemeinderat mit drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen seine Bedenken gegen die vorgelegte Planung klargemacht. Der Hauptgrund: Dort gibt es die besonders geschützten Rotmilane und Schwarzstörche. Mittlerweile sind in dem Areal fünf Horste nachgewiesen worden. Grund ist aber auch die kulturelle Funktion des sogenannten „Fünf-Länder-Ecks“, wo öfter Veranstaltungen stattfinden.

Allerdings war im besagten August auch beschlossen worden, dass über eine entsprechende Vergütung gesprochen werden soll, falls Wirtschaftswege der Ortsgemeinde Winnweiler für die Erschließung der geplanten Anlagen in Anspruch genommen werden sollten. Ortschef Rudi Jacob hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass es dazu kommt, eben weil auf die seltenen Vogelarten Rücksicht genommen werden müsse. Und falls doch? – „Im Grundsatz hat sich unsere Einstellung nicht geändert“, so Jacob im Nachgang zur jüngsten Ratssitzung.

Weitere Themen im Rat:

  • Die Ortsgemeinde wird ein zwei Jahre altes Fahrzeug, das vom Gemeindearbeiter zur Grünpflege genutzt wird, für 24.990 Euro aus dem Leasingvertrag herauskaufen. Es hat einen Kilometerstand von 13.000 und würde neu 34.000 Euro kosten.
  • Die Ortsgemeinde hat eine alte Telefonzelle für 1700 Euro erworben, um sie als öffentlichen Bücherschrank zu nutzen. Die Standortfrage muss noch geklärt werden.
  • In Winnweiler soll es eine Verkehrsschau geben. Matthias Luft (Grüne) forderte in diesem Zusammenhang, dass eine Einführung von Tempo 30 im Bereich der neuen Kindertagesstätte und am Schwimmbad Priorität haben sollten.
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