Donnersbergkreis Wiedergeburt nach 24 Jahren

Winnweiler. Kein Novum, aber nach fast einem Vierteljahrhundert eine Wiedergeburt: Am Wochenende steigen in der Winnweilerer Realschulturnhalle die Donnersberger Tischtennis-Meisterschaften. Ein sinnvolles Projekt, da sich Spieler aus zwei Bezirken vor Saisonstart miteinander messen können. Die Anmeldungen aber sind überschaubar. Jetzt droht sogar ein Ausfall fast aller Samstagskonkurrenzen.
„Wir haben uns gesagt, dass wir so etwas mal wieder probieren wollen. Die Resonanz darauf war von den Vereinen auch positiv. Die Teilnahmen sehen leider eher mau aus“, bedauert Organisator Alexander Geißler. Er und Ausrichter TTC Winnweiler planten, die kreisweiten Titelkämpfe auf zwei Tage zu erstrecken. Während samstags Jugend-, Hobby- und Herren-C-Klassen stattfinden sollen, ist der Sonntag für die höheren Herren- sowie die Damen-Wettkämpfe reserviert. Da gibt es nur dieses eine Problem. Für den Samstag haben bislang so wenige Akteure gemeldet, dass er womöglich abgesagt werden muss – sollte nicht noch eine plötzliche Anmeldeflut eintreten. „Den Tag müssen wir vielleicht komplett streichen. Wir dachten, dass es eigentlich noch mal eine gute Trainingseinheit ist, um für den Ernstfall zu probieren“, sagt Geißler im Hinblick auf den Rundenbeginn nächste Woche. Dabei hat ein Turnier, das den ganzen Kreis umfasst, durchaus Sinn. Die Vereine des Donnersbergkreises agieren nicht alle in denselben Bezirken. Spielen zum Beispiel der TTC Winnweiler und die TTF Rockenhausen in Richtung Kaiserslautern und Kusel (Bezirksliga Westpfalz Nord), muss die TSG Zellertal (Bezirksliga Vorderpfalz Nord) überwiegend gegen Ludwigshafener Clubs antreten. Das Unsinnige: Die Grenze verläuft genau zwischen Breunigweiler und Börrstadt, spaltet eine VG. Somit bieten die 1. Donnersberger Tischtennis-Meisterschaften ein Aufeinandertreffen der Bezirke. Das gab es zuletzt 1990 in Rockenhausen. „Früher hatten wir regelmäßig zwei Turniere. Die waren sehr renommiert. Dann ist alles eingeschlafen“, resümiert Alexander Geißler. Er will es wieder beleben. Und wenigstens am Sonntag kann das Feld auch überzeugen: Vor allem die Königsklasse der Herren A (2. Pfalz- und Bezirksliga) ist stark besetzt. Thomas Kolbin (SV Alsenbrück-Langmeil), Carsten Wiegand (TTC Winnweiler) oder Stefan Müller (TSG Zellertal) – die Spitzenspieler sind dabei. (ppp)