Breunigweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Werkstatt-Brand: Kriminalpolizei ermittelt

Die Autowerkstatt brannte vollständig nieder.
Die Autowerkstatt brannte vollständig nieder.

Die hohe Rauchsäule war am Montagnachmittag aus mehreren Kilometern Entfernung über Breunigweiler sichtbar. Der Grund: Eine Autowerkstatt in der Hauptstraße brannte vollständig nieder. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Die Erstmeldung der Feuerwehr lautete um 15.51 Uhr „Brand einer Garage“. Schon bei der Anfahrt zum Brandort war klar, dass es sich hier um ein größeres Problem handelt. Meterhoch schlugen die Flammen aus der Autowerkstatt am Ortseingang. Die Einsatzzentrale in Winnweiler löste die nächst höhere Alarmstufe aus.

Nachdem klar war, dass keine Menschen in Gefahr waren, konnte unter der Verwendung von Atemschutzgeräten sehr schnell mit dem Löschen des Feuers begonnen werden. Dabei mussten die Feuerwehrmänner immer wieder die Umgebung sichern. Denn in der Werkstatt wurden Gasflaschen gelagert, von denen einige explodierten, erklärte Winnweilers VG-Wehrleiter Christian Füller im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Binnen kurzer Zeit stürzte dann auch noch das Dach ein und begrub einen Kleintransporter unter sich. Das Gebäude von innen zu löschen, wurde dadurch unmöglich.

Auch Dach von Wohnhaus in Gefahr

Zwischenzeitlich wurde die Drehleiter aus Winnweiler in Stellung gebracht, sodass die Flammen auch von oben gelöscht werden konnten. Wenig später erreichte das zweite Drehleiterfahrzeug aus Göllheim den Ort des Geschehens. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung geriet ein weiteres Fahrzeug in Flammen, das auf einer Hebebühne in einem benachbarten Carport stand. Der vordere Bereich des Fahrzeugs verbrannte vollständig.

Auch das ganz in der Nähe stehende Wohnhaus war durch die Hitzeentwicklung betroffen. Aus dem Dachgiebel des Gebäudes, das rund fünf Meter neben der Werkstatt liegt, drang Rauch. Zwei Wehrleute kletterten über Steckleitern auf das Dach des Hauses, welches sie dann Ziegel um Ziegel abdeckten. Sie stellten fest, dass die Dachisolierung geschmort und gerade zu brennen begonnen hatte.

Sechsstelliger Sachschaden

Einsatzleiter Marcel Huschitt betonte, dass die Feuerwehr mit dem Löschwasser sparsam umgegangen sei und dadurch auch kein nennenswerter Wasserschaden entstanden sei. Zur fortgeschrittenen Stunde konnten aus der Werkstatt zwei Gasflaschen geborgen werden wie sie beim Schneiden von Stahl Einsatz finden. Diese Flaschen wurden über längere Zeit gekühlt. Mit einer Wärmebildkamera konnten an beiden Gebäuden die Temperaturverläufe untersucht und einige Glutnester ausfindig gemacht werden. Auch die Drohneneinheit des Donnersbergkreises war im Einsatz und überwachte den Einsatz aus der Luft. Die Hauptstraße von Breunigweiler war lange Zeit komplett gesperrt.

Nach Einschätzung der Feuerwehr entstand ein Schaden in mittlerer sechsstelliger Höhe. Außerdem wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Über die Brandursache gab es einen Tag später keine weiteren Informationen. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Westpfalz laufen die Brandermittlungen bei der Kriminalpolizei. Erst danach wird die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nähere Details zur Brandursache bekannt geben. Im Einsatz waren Feuerwehrkräfte aus den Verbandsgemeinden Winnweiler, Göllheim, Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Donnersbergkreises sowie der Rettungsdienst.

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