Donnersbergkreis Weltmeisterliche Stimmung

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Weltmeisterlich: So lässt sich mit einem Wort die gestrige Stimmung an der Maria-Montessori-Grundschule Winnweiler charakterisieren. Auf ihrer WM-Party haben die 180 Schüler zusammen mit ihren Lehrern einen Höllenlärm veranstaltet und sich so auf das Finale gegen Argentinien eingestimmt. Fest steht: Wenn Lahm und Co. morgen ähnlich engagiert zu Werke gehen, dann kann der Sieger nur Deutschland heißen!

Es ist ja auch kein Wunder, dass sich die Winnweilerer Erst- bis Viertklässler in derart guter Feier-Form präsentieren: Schließlich war die gestrige Veranstaltung nicht die erste, sondern bereits die achte ihrer Art. Angefangen hat alles mit dem Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien: An diesem Tag ist die monatliche Schulversammlung, auf der die Kinder normalerweise über Neuigkeiten und bevorstehende Aktivitäten informiert werden, erstmals zur WM-Party umfunktioniert worden. Die Begeisterung bei allen Beteiligten war so groß, dass Knötzsch versprochen hat, das Programm ab sofort bei jedem Spiel der deutschen Mannschaft zu wiederholen – bestenfalls bis zum Finale. Gesagt, getan – dank der deutschen Erfolge sind die WM-Partys an der Montessori-Schule mittlerweile zur erfreulichen Routine geworden. Und da Kinder bekanntlich Rituale brauchen, sind die Feiern stets nach dem gleichen Muster abgelaufen: Sobald der Hit „Happy“ aus den Lautsprechern dröhnte, haben sich die Klassen auf dem Schulhof versammelt. Dort hat Knötzsch erst mal klassenweise abgefragt, ob alle da sind – was jeweils mit einem ohrenbetäubenden „Jaaaaa“ beantwortet worden ist. Danach ist bei einem selbst entworfenen Fußball-Rap und einem mit eigener Choreographie gestalteten Tanz zum WM-Song „We Are One (Ole Ola)“ so richtig die Post abgegangen. Die Beschäftigung mit der Weltmeisterschaft beschränkte sich an der Winnweilerer Schule aber nicht auf das Feiern: Vier Wochen lang haben die Schüler eine Menge über das Gastgeberland Brasilien gelernt – sei es über Straßenkinder in Rio oder den Regenwald. Ob das Basteln von Trikots, das Einüben der Lieder und Tänze oder das Küren eines „Mini-Weltmeisters“ bei einem schulinternen Fußballturnier: Das Thema WM hat sich Knötzsch zufolge einen Monat lang wie ein roter Faden durch den Unterricht gezogen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Schulleiterin von der Beteiligung am Länderrätsel: Zu Beginn der WM waren die Flaggen der 32 teilnehmenden Teams an den Fenstern der Schule aufgehängt worden. Bis vorige Woche hatten die Schüler Zeit, die Länder den jeweiligen Fahnen zuzuordnen. Teilweise seien die Eltern mit ihren Kindern sogar am Wochenende an die Schule gekommen, um ihnen beim Lösen der Aufgabe behilflich zu sein, so Knötzsch. Etwa 120 Kinder haben die richtigen Antworten gewusst und nun als Belohnung – rechtzeitig zum Finale – jeweils eine Trommel bekommen. Klar, dass die sofort „eingeweiht“ worden ist. Auch dieser Lärmpegel war weltmeisterlich. Apropos: Holt Deutschland morgen den Titel, gibt’s am Montag eine letzte Party an der Montessori-Schule. Hoffentlich haben die Schüler ein neuntes Mal Grund zum Feiern... (kra)

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