Donnersbergkreis Wegbereiter für eine fröhliche Kerwe
«Imsbach.» Für die Fußballer des SV Imsbach ist eine fröhliche Kerwe. Das Team von Spielertrainer Markus Schmid gewann am Freitagabend das „wichtigste Heimspiel des Jahres“ gegen den TuS Rüssingen II mit 5:1 (2:0). Durch den Erfolg bleibt Imsbach weiter unter den ersten drei der Fußball-B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord.
Nach Schlusspfiff zündeten die Imsbacher auf dem eigenen kleinen Rasenplatz Bengalos. Die Stimmung unter den 120 Zuschauern, sofern sie SVI-Anhänger waren, konnte besser nicht sein. Mann des Spiels war Ilir Spahiu, der drei der fünf Imsbacher Tore erzielte. Der 40-Jährige zeigte sich als nervenstarker Elfmeterschütze. „Ich habe bislang sieben Tore erzielt, das waren alles Strafstöße“, sagte der Matchwinner. Spahiu kam im Sommer aus Lauterecken. „Ich kenne ja viele Spieler aus Imsbach, wohne ja nur vier Kilometer weit weg in Winnweiler“, erzählte Spahiu, der seinen Wechsel nach Imsbach auch mit der Person von Markus Schmid erklärte. „Ich habe Markus als super Kerl kennengelernt. Dass ich nach Imsbach gekommen bin, habe ich noch keine Minute lag bereut. Die ganze Gemeinschaft hier ist toll.“ Beim SVI gibt der Routinier in dieser Runde den Abwehrchef. „Das mit den Elfmetern ist bei uns so: Da ist keiner zum Strafstoßschießen bestimmt worden. Ich bin eben an der Reihe und werde so lange die Elfmeter machen, bis ich verschieße.“ Gegen Rüssingen II mussten die Imsbacher erst einmal einen Schockmoment verdauen. Nach 90 Sekunden lag der Ball nämlich schon im eigenen Netz. TuS-Angreifer Benjamin Grünewald jubelte. Doch Schiedsrichter Dirk Kallmayer aus Kaiserslautern gab den Treffer nicht, da er den Rüssinger beim Abschluss in einer Abseitsstellung gesehen hatte. In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer noch einen offenen Schlagabtausch. Dann übernahmen die Imsbacher immer mehr die Kontrolle und erspielten sich gute Torchancen. Marcel Mehler hatte mit einem Pfostentreffer Pech (27.). Wenig später wurde der Imsbacher vom bis dato guten Rüssinger Keeper Philipp Wiebelskircher im TuS-Strafraum zu Boden gebracht. Kallmayer entschied auf Elfmeter. Ilir Spahiu trat an und hämmerte den Ball unter die Latte zum 1:0 (37.). Das Tor gab den SV-Akteuren weiteren Schub. Mehler setzte sich auf der rechten Seite durch, zog in den Rüssinger Strafraum und schloss mit einem Außenristschuss erfolgreich ab – 2:0 (42.) für Imsbach. Rüssingen II kam engagiert aus der Halbzeitkabine, doch die Imsbacher erspielten sich weitere Torchancen. Joshua Schildhorn traf das Leder bei einem Schussversuch nicht richtig. Doch Wiebelskircher ließ den Ball aus den Händen rutschen. Das Spielgerät trudelte ins Rüssinger Gehäuse. Imsbach führte mit 3:0 (60.). Der TuS-Keeper erwischte einen gebrauchten Tag, denn kurz nach dem Patzer verschuldete er einen weiteren Elfmeter, den Ilir Spahiu ins linke Eck zum 4:0 (63.) schoss. Die Messe war damit eigentlich gelesen. Grünewald verkürzte zwar per Kopfball auf 1:4 (66.), doch Ilir Spahiu stellte den Abstand mit einem weiteren verwandelten Foulelfmeter zum 5:1 (82.) wieder her. Für das Foul sah der Rüssinger Andre Pfaff die Gelb-Rote Karte. „Der Imsbacher Sieg geht in Ordnung“, betonte TuS-Spielertrainer Etienne Tessié. Imsbachs Coach Schmid sagte: „Wir haben ein bisschen gebraucht, aber die Jungs haben das sehr gut gemacht. Ilir und Blerim Spahiu sind absolute Verstärkungen für uns.“ Ob seine Mannschaft nun sogar in Richtung Meisterschaft schielt? „Nein, das ist einfach nicht realistisch“, betonte Schmid. So spielten sie SV Imsbach: Böhmer - Zubiller, Ilir Spahiu, Steffens, Siegmund - Schildhorn (64. Weid), Schmid (69. Overlät), Heimsöth, Blerim Sahiu - Mehler (85. Siller), Bajrami TuS Rüssingen II: Wiebelskircher - Stefan Zahn (57. Jilek), Perkuhn, Pfaff, Tessié - König (30. Marvin Schneider), Roman Schneider, Theis (49. Riera), Lukas Zahn - Abichou, Grünewald Tore: 1:0 Ilir Spahiu (36., Foulelfmeter), 2:0 Mehler (42.), 3:0 Schildhorn (60.), 4:0 Ilir Spahiu (60., Foulelfmeter), 4:1 Grünewald (66.), 5:1 Ilir Spahiu (82., Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Wiebelskircher, Pfaff - Blerim Spahiu - Gelb-Rote Karte: Pfaff (82., wiederholtes Foulspiel) - Beste Spieler: Ilir Spahiu, Mehler - Roman Schneider - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Kallmayer (Kaiserslautern).