Donnersbergkreis
Was die Polizei rät, um Fahrraddiebstähle zu verhindern
Die Anzahl der gestohlenen Fahrräder ist im Donnersbergkreis in den vergangenen Jahren weitgehend gleich geblieben. 24 Fälle wurden den Polizeiinspektionen in Kirchheimbolanden und Rockenhausen im Jahr 2023 gemeldet. Damit ist die Zahl nur geringfügig höher als in den vorherigen Jahren: 2020, 2021 und 2022 waren es jeweils 23 Fahrraddiebstähle im Kreis. Im Vergleich zum Jahr vor der Corona-Pandemie, 2019, ist die Zahl demnach zurückgegangen – damals wurden 38 Fälle gemeldet.
Für die Verbandsgemeinden Nordpfälzer Land und Winnweiler, die zum Einflussbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz gehören, liegen für die Zeit vor 2019 keine Daten mehr vor. In den Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Eisenberg und Göllheim zeigt sich derweil ein kontinuierlicher Rückgang schon seit 2016. In jenem Jahr wurden 25 Diebstähle gemeldet – mehr als 2023 im gesamten Kreis.
Höheres Sicherungsinteresse bei E-Bikes
„Aus meiner Sicht ist der Rückgang der Fallzahlen auf bessere Diebstahlsicherung zurückzuführen“, sagt Sebastian Bungert von der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden. Mit entscheidend könne auch sein, dass mittlerweile häufig hochwertigere Fahrräder wie E-Bikes gekauft werden, bei denen das Sicherungsinteresse besonders hoch ist.
Wie hoch die finanziellen Schäden durch gestohlene Fahrräder sind, sei schwer zu sagen, schildert Sebastian Bungert. Oft lägen nur wenige Informationen über die verschwundenen Räder vor, sodass der Wert nur geschätzt werden könne. Für die Verbandsgemeinden Nordpfälzer Land und Winnweiler gehen die Beamten für das laufende Jahr von einem Schaden von bisher mindestens 6000 Euro aus.
Polizei: Tracken und Versicherung möglich
Vergleicht man die Zahlen im Donnersbergkreis mit jenen der Nachbarlandkreise Kusel und Kaiserslautern, zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Zwar ist die Anzahl der Diebstähle dort während der Corona-Pandemie ebenfalls gesunken. Seit 2021 ist aber in beiden Kreisen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. In Kusel ist der Wert etwa von zehn Fällen im Jahr 2021 auf 34 Fälle 2023 gestiegen.
Trotz der relativ niedrigen Zahlen im Donnersbergkreis raten die Beamten zur Vorsicht: Um Diebstähle zu vermeiden, sollten am besten hochwertige Fahrradschlösser verwendet werden, im Idealfall auch mehrere, betont Bernhard Christian Erfort vom Polizeipräsidium Westpfalz. Damit sollte das Rad mit dem Rahmen an einem festen Gegenstand gesichert werden. „Mittlerweile können Fahrräder nicht nur registriert, sondern auch mit Trackern ausgestattet werden, was im Fall eines Diebstahls bei den Ermittlungen hilfreich sein kann“, erklärt Erfort. Sollte das Fahrrad gestohlen und nicht mehr gefunden werden, sei eine Fahrradversicherung sinnvoll, die für den entstandenen Schaden aufkommen kann.