Fussball Warum TuS Steinbach aktuell Tabellenvorletzter ist
Daniel Ghoul zeigte sich nach der 1:4-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den Spitzenreiter FV Dudenhofen mächtig angefressen. Sein Team macht zu viele Fehler, die vor allem die Top-Teams der Verbandsliga eiskalt zu Toren nützen. „Wir haben wie schon gegen die anderen Teams aus der oberen Tabellenhälfte auch gegen Dudenhofen super mitgehalten, stehen aber wegen solch unglaublicher Gegentreffer, die wir dem Gegner schenken, dann erneut mit leeren Händen da. Das darf nicht sein“, echauffierte sich Ghoul lautstark gegenüber seinen Spielern.
Der Trainer betont: „Für das, was wir spielen, haben wir viel zu wenig Punkte. Wir wollen versuchen, in den letzten Spielen vor der Winterpause noch so viele Punkte wie möglich zu holen, um den Kontakt zum elften Tabellenrang nicht zu verlieren.“
Das Wetter kam den Steinbachern unter der Woche in die Quere. „Die Trainingswoche war durchwachsen, Wir konnten nicht auf unserem Platz trainieren, mussten in die Soccerhalle, haben dann noch ein Athletiktraining gemacht und sind auswärts auf Kunstrasen ausgewichen“, sagt der Steinbacher Coach.
Mitaufsteiger Bodenheim steht weit vor TuS
Der Mitaufsteiger VfR Bodenheim hat am vergangenen Wochenende mit einem 4:2-Erfolg beim SV Steinwenden seine kleine Niederlagenserie mit zwei verlorenen Spielen in Folge beendet. Mit 28 Punkten – 14 Zähler mehr als die Steinbacher – stehen die Rheinhessen auf Rang sechs und damit im gesicherten Mittelfeld. Im Hinspiel unterlagen die Donnersberger zu Hause mit 1:3.
„Sie konnten bislang die ganze Saison über ohne verletzte Spieler durchspielen, sind hinten und vorne gut“, sagt Ghoul und betont: „Das ist eine sehr athletische Mannschaft. Sie spielen stark aus der Dreierkette heraus und haben voll die Euphorie des Aufstiegs mit in die Saison genommen.“ Der Steinbacher Spielertrainer erinnert sich an das Hinspiel. „Zu Hause haben wir geführt, bekommen dann drei Gegentore nach dem gleichen Schema. Damals war schon mehr drin“, sagt Ghoul und macht klar: „Deshalb sind wir für Sonntag schon sehr optimistisch, dass wir endlich wieder punkten können, weil wir gegen die guten Mannschaften auch gut gespielt haben, zum Beispiel gegen Dudenhofen oder Rüssingen. In der Liga kann jeder jeden schlagen, das hat Rüssingen ja am vergangenen Wochenende mit dem Sieg gegen Hauenstein bewiesen.“
Personell kann der Coach wieder auf mehr Akteure zurückgreifen. So darf Mittelfeldmann Cedric Fischer nach Rot-Sperre wieder mitspielen – durchaus eine Verstärkung.