Donnersbergkreis Wanderwege: Aus sechs mach eins

Der VG-Rat hat in seiner jüngsten Sitzer den Auftrag für die Beschilderung des künftigen Zellertal-Wanderweges vergeben. Nachdem es bisher zuviel „Klein-Klein“ bei den Wanderwegen gegeben habe, deren Herstellung Aufgabe der verschiedenen Ortsgemeinden gewesen sei, so Bürgermeister Klaus-Dieter Magsig, wolle man künftig sechs miteinander verbundene Rundwege als zentralen Wanderweg anbieten.

Die Gesamtstrecke sei rund 40 Kilometer lang und könne im Ganzen oder in Teilen erwandert werden. Dazu werde die VG noch eine Wanderkarte herausgeben. Beworben werde der Wanderweg dann über den Donnersberg-Touristik-Verband (DTV). Zusätzlich seien Infotafeln geplant. Für die Maßnahme sind Gesamtkosten von knapp 90.000 Euro veranschlagt, die anteilig auf die an dem Wanderweg beteiligten Verbandsgemeinden Göllheim, Kirchheimbolanden und Monsheim umgelegt werden. Das günstigste Angebot für die Beschilderung liegt bei 25.000 Euro und kommt von der Firma „Holzschindel-Manufaktur Markus Bischof “ in Fritzlar. Damit liege das Angebot um 12.000 Euro unter der Schätzung, betonte Magsig. Ratsmitglied Michael Burgey verwies darauf, dass in der Vergangenheit die Wanderwege im Zellertal sehr vernachlässigt worden seien. In seiner Heimatgemeinde Einselthum hätten Touristen oft nach dem dortigen Weg gefragt, dieser sei aber gar nicht mehr erkennbar gewesen. Er wollte wissen, in wessen Verantwortung künftig die Pflege falle. Dafür sei die Verbandsgemeinde in Zukunft zuständig, teilte Magsig mit. Er verwies darauf, dass es sich dabei ohnehin ausschließlich um Wirtschaftswege handele. Um für eine zusätzliche Unterstellfläche im Pausenhof der Göllheimer Grundschule sorgen zu können, hat der VG-Rat einen Zuschussantrag beschlossen. Bürgermeister Magsig erklärte dazu, dass in dieser Schule zu wenig befestigte Flächen vorhanden seien. Das sei kürzlich sogar Vertretern des Bildungsministeriums und der Schulaufsicht bei einem Besuch vor Ort aufgefallen. Dies habe zur Folge, dass bei schlechtem Wetter die Rasenflächen zertreten würden und ungewöhnlich viel Schmutz in das Gebäude hineingetragen werde, was wiederum zu einem erhöhten Reinigungsaufwand führe. Die Schulleitung hoffe daher, dass die VG als Träger für zusätzliche Unterstellmöglichkeiten sorgen werde. Nach Auskunft der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sei die Überdachung einer Fläche von 100 Quadratmetern zuschussfähig. Die Investitionssumme werde sich einschließlich der Tiefbauarbeiten und einiger Nebenkosten auf rund 135.000 Euro belaufen. Die VG rechne mit einem Zuschuss zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Um nachhaltig Strom sparen zu können, will die VG in allen verbandsgemeindeeigenen Räumen die Leuchtmittel austauschen und nur noch LED-Lampen einsetzen. Das gelte für das Rathaus, die Werke, die Grundschulen in Göllheim und Zellertal und für die Hans-Appel-Halle, sagte Bürgermeister Magsig. Die Kostenschätzung liege bei 100.000 Euro, der Göllheimer Elektrobetrieb Bauer habe aber ein Angebot über 78.800 Euro gemacht, liege also deutlich darunter. Bauer habe, je nach Umständen, eine Amortisationszeit zwischen zwei und acht Jahren genannt. Die Lebensdauer der Lampen betrage mindestens 20 Jahre. Der Rat entschied sich, den Auftrag an Bauer zu vergeben. (ajh)

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