Donnersbergkreis Walzer tanzt ASV-Abwehr aus
«WINNWEILER.» Die erhoffte Aufholjagd geriet für den Verbandsligisten ASV Winnweiler gestern zum Stolperstart. Mit 1:6 (0:3) verloren die Roten am Rauhen Weg gegen den TuS Hohenecken und schweben weiter in akuter Abstiegsgefahr.
Alles, was die Einheimischen sich vorgenommen hatten, war spätestens nach den ersten neun Minuten des Auftaktspieles im neuen Jahr Schall und Rauch. Mit groben Abwehrschnitzern verhalfen sie den Gästen zu einer schnellen Zwei-Tore-Führung. Nach knapp zwei Minuten sorgte ein Freistoß aus dem Halbfeld für Verwirrung, und das sollte nicht das einzige Mal an diesem Tag sein. Nach ungenügenden Klärungsversuchen kam der Ball zu Marcel Walzer, der ließ sich nicht zweimal bitten und hämmerte die Kugel aus sieben Metern zum 0:1 in die Maschen. Der ASV versuchte umgehend zu antworten, aber der Spielaufbau war viel zu fehlerhaft, um die konsequente Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Im Gegenteil: Nach erneuten Unsicherheiten im Deckungszentrum hatte Herraldo Jorrin freie Bahn und traf aus zwölf Metern zum 0:2. „Die ersten Situationen sind gegen uns gelaufen, weil wir nicht konsequent genug waren“, sagte ASV-Trainer Jürgen Giehl nach Spielschluss. Hohenecken war jetzt klar spielbestimmend und hatte weitere gute Chancen. Immer wieder war es der überragende Walzer, der die ASV-Abwehr vor unlösbare Probleme stellte. Wenn er seine Dribblings über die rechte Seite ansetzte, war er kaum zu halten, versuchte sich aber auch im Abschluss. Sein Schuss aus 16 Metern zwang ASV-Torwart Robin Assel zu einer Parade Die größte Chance aber vergab Jorrin, als Walzer im Strafraum von Hendrik Schwab gefoult wurde. Er setzte den fälligen Elfmeter ein ganzes Stück neben das Tor. Die Hausherren verbuchten erst nach 30 Minuten den ersten Torschuss. Nach der ersten Ecke war der Drehschuss von Lukasz Dreger aber zu harmlos, ging genau auf Torwart Benedikt Fath. Es sollte der einzige Torschuss des ASV im ersten Durchgang bleiben. Der endete dann, fast möchte man sagen, mit einer für diesen Tag typischen Aktion. Dreger und Assel waren sich an der Strafgrenze uneins, Dreger köpfte über den Torwart und Jorrin hatte leichtes Spiel, seinen Fehler beim Elfmeter gutzumachen und schob zum 0:3 ein. Nach dem Seitenwechsel war noch keine Minute gespielt, da konnte Dreger nach einem Eckball von Waldemar Schneider per Kopf auf 1:3 verkürzen. Doch das erhoffte Aufbäumen blieb aus, die Gäste hatten im Gegenzug schon wieder die Chance zu erhöhen. Spätestens nach 52 Minuten war das Spiel endgültig entschieden. Nach einer Ecke konnte Assel zunächst bravourös gegen Eric Schmunk klären, doch Walzer traf im Nachschuss zum 1:4. „Wir haben heute gut nach vorne gespielt. Dass wir nach dem Gegentor weitergemacht haben, hat mir gefallen“, freute sich Gästetrainer Stephan Schwarz. „Ich war voll zufrieden. Nach einer Durststrecke haben wir endlich mal wieder gewonnen“, fügte er noch an. Seine bis dahin sehr aufmerksame Defensive wurde etwas nachlässig, und den sich trotz des gebrauchten Tages nicht aufgebenden Gastgebern eröffneten sich noch einige Torchancen. Doch die frei auf das Tor zulaufenden Sascha Steffes, Christian Geißler und Ali Jito scheiterten an Fath oder schossen knapp vorbei. „Da hat uns einfach die letzte Überzeugung gefehlt“, kommentierte Giehl die Fehlschüsse. Wie man es macht, zeigten dann wieder die Gäste. Marvin Hill konnte sich relativ leicht im Strafraum durchsetzen, und Jorrin verwandelte seinen Querpass aus kurzer Entfernung zum 1:5. Den 1:6-Schlusspunkt setzte der frei auf das Tor zulaufende Joshua Gies. So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Geißler, Dreger, Hühn, Schwab - Giehl (33. Schirrmann), Scharfenberger, Schneider (58. Steffes), Steigerwaldt (74. Schönmajer) - Schmitt, Jito Tore: 0:1 Walzer (2.), 0:2 Jorrin (9.), 0:3 Jorrin (45.), 1:3 Dreger (46.), 1:4 Walzer (52.), 1:5 Jorrin (72.), 1:6 Gies (87.) - Gelbe Karte: Schwab - Beste Spieler: Geißler, Schmitt - Walzer, Dennie Schmidt, Cordier - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Schurer (Frankweiler).