Donnersbergkreis Von der Bergkirche ins Wintermärchen

Ehrungen beim Gesangverein Dreisen: Traudel Schneider, Irmgard Kasper, Therese Schach, Christa Stüber, Marianne Schmidt, Brigitt
Ehrungen beim Gesangverein Dreisen: Traudel Schneider, Irmgard Kasper, Therese Schach, Christa Stüber, Marianne Schmidt, Brigitte Bathke (von links).

Mit Blasmusik und Chorgesang gelang es dem Musikclub „Fidelio“ und dem gemischten Chor des Gesangvereins in der evangelischen Kirche die zahlreichen Besucher auf den Advent einzustimmen. Das Blasorchester unter der Leitung von Laszlo Szabo im Altarraum, der Chor auf der gegenüberliegenden Empore, dirigiert von Alena Gahn, faszinierten die Zuhörer.

Mit einem „Ave Maria“ ließ der Chor die Glocken der „Kleinen Bergkirche“ weit übers Land erklingen. Das Blasorchester legte am Anfang die „Christmas Ouverture“ von Ronald Kernen auf. Den Instrumentalisten gelang es, den Advent hörbar darzustellen. Da war das tiefe Blech für die Dunkelheit zuständig. Als wollte die Hölzbläserriege mit den hellen Tönen der Flöten und Klarinetten die Finsternis erhellen. Die Klänge des Glockenspiels fügten sich harmonisch in das Gesamtwerk ein, das mit einem effektvollen Beckenschlag und großem Beifall endete. Laut und schrill, vom Konsum überlagert, biete der Advent keine Perspektive zur Vorbereitung auf das Kommen des Herrn, sagte Pfarrer Michael May bei seiner Adventsbetrachtung. Ein Wechsel der Perspektive sei von Nöten. Der Blick solle nach innen gerichtet werden. „Seht, es kommt die heilige Zeit, Weihnachten wird’s nun werden. Hört die Botschaft, seid bereit“, jubelte der gemischte Chor als wolle er sich den himmlischen Serafinen anpassen. Das Blasorchester wurde dem Titel „Adventsstimmung“ gerecht, fröhlich bewegt spielten die Musikerinnen und Musiker „Es ist ein Roos entsprungen“, „Christ ward geboren“ und einiges mehr. Der Chor erkannte: „Es blüht eine Rose da draußen in Eis und Schnee“, und das Publikum erkannte natürlich die Blüten der Christrose, ein Lied, das sich immer großer Beliebtheit erfreut. „My Dream“ lautete ein Solo für Flügelhorn, mit dem Lucas Prochnow von der Kanzel herab glänzen durfte, was ihm viel Applaus bescherte. Mit „Weihnacht in den Bergen“ brachte der Chor eine kleine Stadt am Bergesrand im bunten Lichterkleid zum Leuchten. „Venite Adoremus“, kommt, lasset uns anbeten, forderte der Club Fidelio anschließend. Der Chor sah einen Stern am Himmel stehen, der vorher nicht da war und im Herzen die Liebe entfachte. Mit „A Christmas festival“ legte Dirigent Szabo eine moderne Fassung weihnachtlicher Klänge auf. Signalhaft der Beginn, dann in geschmeidigem Stakkato beim angenehmen Zwitschern der Flöten und dem schmeichelnden Glockenspiel, leitete das Ensemble zum grandiosen „Stille Nacht, heilige Nacht“ über. Das zum „Gloria“ zusammengefasste Potpourri bekannter Weihnachtslieder verführte die Gäste zum frohen Mitsingen. Das Orchester malte mit dem Titel „Winter Wonderland“ ein zauberhaftes Bild von einer Wanderung durch eine herrliche Winterlandschaft. Da war der Glockenklang in der Ferne, im feinen Pianissimo ahnte man das Fallen der Schneeflocken. Der Vorsitzende des Kreischorverbandes Nordpfalz, Wilfried Bierhenkel, nahm die Gelegenheit war und ehrte Brigitte Bathke mit der Goldenen Ehrennadel und entsprechender Urkunde für 40 Jahre Treue zum Verein. Theresa Schach, Irmgard Kasper, Christa Stüber und Marianne Schmidt bekamen die silberne Auszeichnung für 25 Jahre aktives Singen. Mit guten Wünschen zum Christfest entließen die Vorsitzenden Frank Karp, „Fidelio“, und Traudel Schneider, Gesangverein, ihr aufmerksames Publikum und stimmten das Lied „Stille Nacht“ an, das vor 200 Jahren, an Heiligabend 1818, in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal erklang.

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