Donnersbergkreis Viermal Wirbelwind

Hielten ihre Zuhörer ordentlich auf Trab: die Busquitos.
Hielten ihre Zuhörer ordentlich auf Trab: die Busquitos.

«DIELKIRCHEN.» Die zeittypische Besinnlichkeit suchte man am Dienstag in der Dielkirchener „Majik Lounge“ vergeblich: Margarete Schneider und Kenny Legendre ließen es mit der holländischen Jazz-Gruppe „The Busquitos“ nochmal richtig krachen zum Jahresende. Zum zweiten Mal beehrten die vier „Wirbelwinde“ das Dielkirchener Bürgerhaus mit ihrem Auftritt.

Weihnachtslieder spielten „The Busquitos“ allerdings auch, schließlich waren sie in den Tagen vor ihrem Dielkirchener Auftritt in Köln auf dem Weihnachtsmarkt. Ronald de Jong, Bassspieler und Sänger, führte durch das Programm. Während Jelle van Tongeren (Geige) und sein Bandkollege Thomas Streutgers (Saxophon) ständig zwischen Bühne und Zuschauerraum wirbelten und einige der Zuschauer anspielten. Ein wirklich schöner Augenblick war, als alle vier Musiker sich um einen zwölfjährigen Jungen gruppierten und ihm wundervoll harmonisch „Guten Abend, gute Nacht“ vorspielten. Der Junge machte dabei gut mit, gähnte herzhaft und schloss langsam die Äugelein. Mit Liedern wie „I wanna be like you“ aus dem Disneyfilm „Dschungelbuch“ oder „Benny Hill Theme“ begeisterten sie die Zuschauer. Vorsorglich hatten Schneider und Legendre an diesem Abend genügend Platz zwischen den Zuschauerreihen gelassen. Denn beim letzten Auftritt vor zwei Jahren waren den Musikern die Stühle im Weg gewesen, so dass sie kurzerhand durchgelaufen waren und dabei die Stühle umgerissen hatten. Neben bekannten Weihnachtsliedern wie „Feliz Navidad“ oder „Stille Nacht“ als Reverenz an die Zeit bot das Quartett auch Eigenkompositionen. „Wollt ihr Rock’n’Roll?“, fragt de Jong mal das Publikum. „Ja!“, antwortet dieses, „Schade…“, lächelt de Jong, und die Gruppe spielt daraufhin ihren „Christmas Jive“. Gerne vermischen die Busquitos bekannte Lieder miteinander. So wird aus dem Lied „Johnny be good“ ganz schnell „Santa be good“, und dazwischen spielen sie noch den Refrain von „Macarena“, bei dem Streutgers sich auf die Stühle stellt und die bekannten Tanzschritte dazu aufführt. Sie selbst nennen ihre Musik „Comedy-Jazz“ und bringen es damit auf den Punkt. Die Zuschauer waren begeistert und wurden von den Musikern ordentlich auf Trab gehalten. Gitarrist Michael Seraus machte bei den Aktionen selten mit und hielt sich im Vergleich zum Rest der Truppe eher etwas im Hintergrund. Bemerkenswert ist es, dass Ronald de Jong mit seinem Bass auch zwischen den Reihen herumlief. Keinen Musikstil lassen sie aus. Sei es Reggae, Country, Jazz oder Rock’n’ Roll, sie bedienen alle Geschmäcker. Dem Publikum an diesem Abend hat es enorm viel Spaß gemacht. Ronald de Jongs Stimme fand ein Zuschauer richtig toll, und eine Zuschauerin gestand, dass sie eigentlich keine Jazzmusik mag, aber die musikalischen Arrangements der „Busquitos“ ganz großartig fand.

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