Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal. TuS Steinbach nach 4:0 gegen SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg weiter

Große Gefahr: Thilo Daniel Opper (ganz rechts) köpft auf das SG-Tor. Foto: Löffel
Große Gefahr: Thilo Daniel Opper (ganz rechts) köpft auf das SG-Tor.

Am Mittwochabend trafen die beiden Bezirksligisten TuS 07 Steinbach und SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg im Südwest-Verbandspokal aufeinander. Über 300 Zuschauer sahen am Ende jubelnde Steinbacher. Mit einem 4:0-Sieg stehen sie jetzt in der vierten Runde und haben dort ein Traumlos gezogen: Es kommt der FK Pirmasens. Auch der TuS Rüssingen ist eine Runde weiter.

In den ersten Minuten des Spiels lag der Ballbesitz zum Großteil bei den Gästen. Steinbach hingegen lauerte gefährlich auf Ballverluste. Noch in der Anfangsphase änderte sich dies. Der TuS kam immer häufiger an den Ball und war in den Zweikämpfen schneller. „Das Zweikampfverhalten war unterirdisch“, wertete SG-Trainer Alexander Raab nach dem Spiel. In der neunten Minute kam es dann zum ersten Treffer der Partie durch Pascal Weber. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum ging Thilo Daniel Opper mit SG-Torwart Waldemar Baum in den Luftzweikampf. Baum konnte den Ball nicht festhalten, Weber stand frei am hinteren Pfosten und musste den Ball nur noch reinschieben: 1:0.

Das Tor gab der Heimmannschaft mehr Schwung, und sie wollte nachlegen. Immer wieder über die rechte Seite und Außenstürmer Timo Kotysch. Torwart Braun hielt mehrere Abschlüsse auf sein Tor. Steinbach vergab viele Chancen, beispielhaft die Szene in der 13. Minute: Innenverteidiger Elias Throm nahm sich den Ball und ließ mehrere seiner Gegenspieler aussteigen. Er dribbelte in Richtung des Strafraums, mit einem schnellen Doppelpass spielte er die halbe Finkenbacher Abwehr aus und kam am Elfmeterpunkt zum Torabschluss, aber ohne Erfolg.

Währenddessen hörten die Zuschauer rund um den Platz Trainer Raab ununterbrochen. Mit taktischen Anweisungen peitschte er seine Mannschaft ins Spiel zurück. Doch das hielt nicht lange an. In der 29. Minute fiel das zu dieser Zeit längst überfällige 2:0. Nach einer verunglückten Flanke von Enes Ülkü prallte der Ball zum Steinbacher Kapitän Szaszorowski. Dieser sah Thilo Daniel Opper und spielte ihn im Strafraum an. Opper drehte sich mit Ball um seinen Gegenspieler und stand frei vor dem Tor.

Zum Ende der ersten Halbzeit kam auch die SG zu Chancen, doch sie blieben ohne Treffer. Im Mittelfeld übernahm Nils Raab den Spielaufbau und spielte viele gefährliche Pässe auf seine Stürmer. Auf der Gegenseite war die Steinbacher Abwehr abgeklärt und ließ wenige Möglichkeiten zu. Die zweite Halbzeit startete ohne große Abschlüsse auf beiden Seiten. Im Mittelfeld gab es viele kleine Zweikämpfe. Diese wurden häufig mit einem Pfiff des Schiedsrichters beendet. Die SG kam häufiger vor das gegnerische Tor. Silas Schlemmer setzte viele Dribblings, die oft erfolgreich waren. Enes Ülkü stoppte eines mit einem Foul, wobei er zusätzlich verwarnt wurde. Steven Hoff vergab diese Chance aus optimaler Freistoßposition.

Zehn Minute später genau der gleiche Ablauf, nur mit dem Unterschied, dass diesmal der eingewechselte Marcus Frank die Gelbe Karte sah. In der Folge kamen die Gäste zu Kontermöglichkeiten, doch sie konnten keine davon zu Ende spielen. Dann machte Steinbach den Sieg klar. Nach einem Abpraller gab es Eckstoß für Steinbach, Szaszorowski schoss direkt auf den Kopf des vorgerückten Innenverteidigers Jan-Eric Barz. Dieser nutzte seine Größe aus und köpfte zum 3:0 ein. Steinbach war damit schon mit einem Bein in der nächsten Runde und spielte die Zeit runter. In der 84. Minute kam es dann im Strafraum der Gäste zu einem Zweikampf. Der Steinbacher Ülkü schirmte den Ball ab und wurde zu Fall gebracht. Für den Schiedsrichter gab es nur eine richtige Entscheidung: Strafstoß. Der gefoulte Ülkü trat selbst an und verwandelte zum 4:0 Endstand.

Co-Trainer Ralf Schneider, der das Team an diesem Abend betreute, konnte seine Spieler nur loben: „Die Jungs haben souverän gewonnen, am Wochenende wird aber eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“ Denn dann treffen die gleichen Mannschaften an derselben Spielstätte erneut aufeinander. Die nächste Pokalrunde ist schon ausgelost, diesmal sind auch attraktive Vereine wie der 1. FC Kaiserslautern und der FK Pirmasens dabei. Steinbach hat dabei ein Traumlos gezogen, denn Regionalligist FK Pirmasens gastiert in der vierten Runde in Steinbach. In der Regel findet die vierte Pokalrunde am Mittwoch, 4. September, statt. Es kann aber noch zu Terminverschiebungen kommen.

Großer Tag für die Donnersberger Teams: Der in der Verbandsliga noch sieglose TuS Rüssingen hat sein Pokalspiel in Steinwenden mit 5:2 gewonnen und gastiert in der nächsten Runde beim TSV Gau-Odernheim. Ein kleines Derby sozusagen.

So spielten sie

TuS 07 Steinbach: Korz - Müller, Throm, Barz, Krautschneider - Weber (59. Frank), Szaszorowski - Gilcher (76. Schanz), Ülkü, Koytsch (67. Windecker) - Opper

SG Finkenbach/ Mannweiler/ Stahlberg: Baum - Zäuner, Stock, Eckhardt, Boukari - Silas Schlemmer, Nils Raab, Nils Schlemmer - Schreiber (55. Weiß), Fisch (41. Huff), Betz (87. Bals)

Tore: 1:0 Weber (9), 2:0 Opper (29.), 3:0 Barz (80.), 4:0 Ülkü (84. Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Ülkü, Frank, Barz - Silas Schlemmer, Nils Schlemmer - Beste Spieler: Szaszorowski - Silas Schlemmer - Zuschauer: 300 - Schiedsrichter: Rößler.

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