Donnersbergkreis
Verbandspokal: TuS Steinbach freut sich auf FK Pirmasens
Es ist wohl (mindestens) das Spiel des Jahres für Timothy Hanauer und sein Team: Am Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt Bezirksligist TuS Steinbach den Regionalligisten FK Pirmasens. Die Vorbereitungen laufen – und der Trainer hat sogar eigens ein Flugticket gebucht.
Es läuft rund für den TuS Steinbach: Tabellenführer in der Bezirksliga, im Pokal in die vierte Runde eingezogen – und dann auch noch dieses Los. „Das war das zweitbeste Los, das wir hätten kriegen können“, sagt Markus Buhl-Bohlander, Mannschaftsverantwortlicher des TuS Steinbach. Nur Drittligist 1. FC Kaiserslautern wäre wohl noch einen Tick attraktiver gewesen. Aber in Steinbach freut man sich nicht minder auf den Gast: den Regionalligisten FK Pirmasens.
Attraktiv und lukrativ
Der erlebt bislang eine noch durchwachsene Saison. Die Bilanz des Viertligisten: kein Sieg, ein Remis, sechs Niederlagen – macht Platz 17 in der Regionalliga Südwest. Vier Ligen weiter unten, in der Bezirksliga, sieht die Bilanz des TuS Steinbach genau umgekehrt aus: keine Niederlage, ein Remis, sechs Siege. Damit grüßen die Steinbacher derzeit von der Tabellenspitze.
Doch Liga ist Liga, und Pokal ist Pokal. Letzterer, sagte Timothy Hanauer noch vor der dritten Runde, sei dem Verein wichtiger als ihm. Der Spielertrainer hatte damals die andere Seite der regelmäßigen Doppelbelastung im Sinn: Das Training leide, und die Verletzungsgefahr für die Spieler steige. Dennoch dürfte man sich in Steinbach nun einig sein: Der Einsatz in der jüngsten Runde – Steinbach bezwang daheim die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg 4:0 – hat sich gelohnt. Das sieht auch Mannschaftsverantwortlicher Markus Buhl-Bohlander so: „Wir nehmen das als unser größtes Spiel mit. Eigentlich können wir nur gewinnen.“ Nicht nur mit Blick auf die Einnahmen. Schließlich, gibt Buhl-Bohlander offen zu, sei eine Partie dieser Klasse auch aus finanzieller Hinsicht lukrativ. Mehr Zuschauer erhoffen sich die Gastgeber – und natürlich auch, dass an der Essens- und Getränkeausgabe etwas mehr Betrieb als sonst herrscht.
550 bis 600 Zuschauer erwartet
Das ist doch sehr wahrscheinlich. Denn ein Regionalligist in Steinbach – das hat es noch nie gegeben, glaubt Buhl-Bohlander. Nicht nur aus sportlicher Sicht ist das Spiel gegen „die Klub“ somit ein besonderes für den TuS Steinbach. Viele Telefonate habe der TuS mit den Pirmasensern geführt, Organisatorisches geklärt. Und auch wenn man nach Rücksprache mit dem FKP nicht allzu viele Fans aus der Schuhstadt erwarte, „auf 550 bis 600 Besucher haben wir uns eingerichtet“, sagt der Mannschaftsverantwortliche. „Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützer. Wann kriegt man hier schon mal so ein Spiel zu sehen?“
Zwar gebe es keine besonderen Auflagen des Verbandes, aber mehr Dienste als sonst müsse sein Verein doch stemmen. Etwa 20 bis 30 Leute seien damit beschäftigt, Kasse, Grill und anderes am Laufen zu halten. Die Feuerwehr kümmere sich um die Parkplatzordnung, auch andere Vereine hätten ihre Unterstützung angekündigt. „Dafür sind wir dankbar. In Steinbach hilft einer dem anderen“, so Buhl-Bohlander.
Trainer fliegt zum Pokal-Hit heim
Und die Spieler? Die freuten sich natürlich auch, gegen einen Regionalligisten zu spielen, sagt Buhl-Bohlander. „Alle, die verfügbar sind, sind da.“ Sogar Timothy Hanauer wird an Bord sein – obwohl der Spielertrainer doch eigentlich im Urlaub auf Mallorca weilt. „Er hat geschaut, dass er einen Flug kriegt und fliegt am Mittwoch zum Spiel her“, sagt Buhl-Bohlander. Bei aller Vorfreude aufs Spiel – eines gibt der Steinbacher dann doch zu: Aus sportlicher Sicht rechne er sich wenig Chancen aus. „Ich gehe davon aus, dass wir gegen Pirmasens ausscheiden“, sagt Buhl-Bohlander. Nicht, ohne ein kleines Hintertürchen offenzulassen. „Der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze ...“