Donnersbergkreis Verbandsligist im Donnersbergkreis

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RÜSSINGEN. Der Donnersbergkreis hat nach 14 Jahren wieder einen Fußball-Verbandsligisten. Nach dem letztjährigen Aufstieg als Meister der Bezirksliga ist der TuS Rüssingen nach nur einem Jahr in der Landesliga in die höchste Liga des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) aufgestiegen. In zwei spannenden Aufstiegsspielen setzte sich der Vizemeister gegen den DJK SV Phönix Schifferstadt mit 1:0 und 2:1 durch.

Zwar ging der TuS Rüssingen im Sommer letzten Jahres als Neuling in seine erste Landesliga-Saison, doch der hochkarätig verstärkte Kader galt bei nicht wenigen Experten als ernster Meisterschaftsaspirant. Unter anderem hob ein Großteil der Ligakonkurrenten den TuS auf den Favoritenschild. Auch Ako Yalcin, der Rüssinger Meistertrainer, gab sich zu Saisonbeginn verhalten optimistisch: „Wenn wir uns eingespielt haben und zu Beginn den Abstand nicht abreißen lassen, dann wollen wir schon vorne mitspielen“. Und das gelang offensichtlich mühelos. Nach fünf Spieltagen stand der TuS mit vier Siegen und einem Unentschieden punktgleich mit Spitzenreiter und Mitaufsteiger FK Pirmasens II auf Platz zwei der Tabelle. Doch der Trainer war schon damals nicht wirklich zufrieden, hatte seinen hochkarätigen Kader eigentlich nie komplett zur Verfügung. Und so warnte er auch immer, dass man noch keine Spitzenmannschaft sei. Sein Pessimismus war nicht unbegründet, denn am sechsten Spieltag erlitt der TuS mit dem 1:5 beim späteren Absteiger Hoppstädten einen herben Rückschlag, dem nur eine Woche später ein 0:3 gegen Birkenfeld, einem weiteren Absteiger, folgte. Von den folgenden acht Spielen konnten die Rüssinger nur drei gewinnen, und bis zum vorletzten Spieltag der Hinrunde war der Rückstand auf den Spitzenreiter auf acht Punkte angewachsen. An diesem 14. Spieltag kam es dann zum Duell der Aufsteiger auf der Pirmasenser Husterhöhe, und plötzlich waren die Rüssinger wieder da, beherrschten das Spiel, mussten sich am Ende aber beim 2:2 mit nur einem Punkt zufrieden geben. Nicht nur Ako Yalcin sah dieses Spiel als Wendepunkt: „Wir waren eigentlich mausetot, haben uns geradeso in die Winterpause gerettet. Aber dieses Spiel hat gezeigt, dass wir mithalten können.“ Danach startete der TuS eine tolle Aufholjagd, blieb 15 Spiele ungeschlagen, holte dabei elf Siege. Am Ende dieser Serie stand in einem begeisternden Spiel ein triumphierender 4:2-Sieg gegen den Meister aus Pirmasens. Dieser Dreier sicherte dann auch endgültig die Vizemeisterschaft und die Berechtigung zu den Aufstiegsspielen. „Das Gesicht der Mannschaft hat sich während der Saison dreimal geändert, und wir haben unter großem Stress diese Saison bewältigt. Aber die Mannschaft und auch das Umfeld haben immer an sich geglaubt und riesigen Einsatz gezeigt. Jeder hat alles gegeben.“ Yalcin sparte nach dem Aufstieg nicht mit Lob.

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