Fußball
Verbandsliga: Beim TuS Rüssingen lebt die Hoffnung weiter
Anders als Gegner Steinbach hat man im Lager des TuS Rüssingen den Klassenerhalt noch nicht ad acta gelegt. Da klammert man sich an die Hoffnung, dass nur drei Mannschaften absteigen und der 14. Platz, den der TuS momentan belegt, reichen könnte. Um den abzusichern, muss aber wohl ein Sieg in Steinbach her, denn der ASV Fußgönheim lauert punktgleich hinter den Rüssingern und könnte den TuS noch überflügeln. Hier droht vielleicht sogar ein Entscheidungsspiel.
„Wir haben ja mehr Glück als Verstand, dass wir nach dieser Rückrunde und mit dieser Punktzahl überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Und die müssen wir jetzt endlich auch mal nutzen. Ob es dann reicht, müssen wir sehen“, fasst Trainer Ediz Sari die Situation des TuS zusammen.
Rüssinger Spieler hatten einige Tage frei
Er fordert von seinen Mannen, alles auszublenden und sich auf das letzte Saisonspiel zu konzentrieren. „Wir waren ja am letzten Wochenende spielfrei, und ich habe der Mannschaft ein paar Tage frei gegeben. Ich hatte das Gefühl, dass einige den Kopf frei bekommen müssen. Jetzt hoffe ich, dass alle fokussiert sind“, weist der Trainer wieder auf die Wichtigkeit des Spiels hin. „Es bringt jetzt nichts mehr, die letzten Leistungen zu kritisieren. Ich versuche positiv zu sein und das auch zu vermitteln“, lautet eine seiner Maßnahmen.
Auch will er seine Spieler noch einmal an der Ehre packen und für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen. „Für einige Spieler ist es die letzte Partie für Rüssingen, und ich hoffe, dass sie noch einmal alles raushauen. Der Verein hat sich ihnen gegenüber immer korrekt verhalten, ich hoffe, dass sie jetzt noch einmal ein bisschen was zurückgeben.“
Dass das letzte Spiel beim schon abgestiegenen Tabellenletzten stattfindet, sieht er nicht unbedingt als Vorteil. „Das ist ein Derby, und das will jeder gewinnen. Von der Konstellation her – hier eine Mannschaft die schon abgestiegen ist, da eine Mannschaft die um ihre letzte Chance kämpft – sollte man aber schon einen Unterschied sehen.“
TuS Steinbach ersatzgeschwächt
Für den TuS Steinbach ist das Donnersberg-Derby zugleich das Abschiedsspiel aus der Fußball-Verbandsliga. Die „rote Laterne“ wird das Team von Coach Christoph Heinrich nicht mehr abgeben können. Der Abstieg ist besiegelt. Dennoch werden die Steinbacher dem Konkurrenten keine Geschenke machen. Coach Heinrich sagt: „Das ist unser abschließendes Spiel vor eigener Kulisse. In dieser Partie möchten wir alles investieren, um uns mit einem Sieg aus der Verbandsliga zu verabschieden.“
Personell sieht es beim Tabellenschlusslicht wie schon in der vergangenen Woche beim Spiel in Baumholder nicht gut aus: Patrick Wolf und Max Lukas fallen verletzungsbedingt aus. Auch Mittelfeldspieler Sebastian Walther ist angeschlagen. Christoph Heinrich hofft, dass der Defensivmann noch mitwirken kann, doch es sieht derzeit nicht danach aus. Hendrik Schwab befindet sich wie auch Spielertrainer Markus Schunk und Jonas Stumpf bereits im Urlaub. Auch auf Marlon Roth, der Co-Trainer bei der U11 Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern ist und deshalb am Wochenende auf einem Turnier in Düsseldorf weilt, kann der Steinbacher Coach nicht bauen.
Christoph Heinrich bleibt Trainer in Steinbach
Fraglich ist dann noch Nils Frey, der gegen Baumholder verletzt vom Platz musste. „Wir müssen bei ihm schauen , wie es geht“, sagt Heinrich. „Ich hoffe natürlich, dass er dabei sein kann, denn er ist ein sehr starker Spieler.“
Trotz der Ernüchterung wegen der Tatsache, dass der Ligaverbleib nicht mehr erreicht werden kann, rechnen sich die Steinbacher gegen den TuS Rüssingen schon etwas aus. Mit der Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende beim VfR Baumholder, der ja als Meister der Verbandsliga und Aufsteiger in die Oberliga feststeht, war Heinrich sehr zufrieden gewesen.
Der Steinbacher Kader ist am Samstag wohl der gleiche wie vor einer Woche. „Wir wollen einfach noch einmal versuchen, alles in dieser Partie rauszuhauen, was wir noch haben“, kündigt Heinrich an, der ja auch in der kommenden Saison den TuS Steinbach trainieren und in der Landesliga einen Neuaufbau anstreben wird.