Fußball TuS Steinbach: Zum Jahresauftakt gleich ein Schlüsselspiel
Die Ausgangslage der Steinbacher vor den restlichen 14 Saisonspielen ist nicht rosig. Der Rückstand des Aufsteigers auf den zwölften Tabellenplatz, der wohl der erste Nichtabstiegsrang sein wird und den die TSG 1846 Bretzenheim belegt, beträgt schon zehn Punkte. Die Steinbacher haben aber eine Partie weniger absolviert. „Für uns wird jede Begegnung schwierig, eigentlich rechnet mit uns ja niemand mehr. Aber sicher ist auch, dass wir noch einmal angreifen wollen“, sagt der TuS-Coach Christoph Heinrich.
Beim Re-Start in Hermersberg am Sonntag ist aufgrund der Tabellensituation für den Ligadrittletzten ein Sieg Pflicht. Der Mitaufsteiger, der in der vergangenen Saison Landesliga-Meister wurde, hat in den 19 Spielen bisher 19 Punkte gesammelt und steht einen Platz vor den Donnersbergern auf Rang 14. „Wir haben das Hinspiel zu Hause mit 2:0 gewonnen. Aber schon damals hat man gesehen, was für eine Qualität in der Mannschaft von Hermersberg steckt und sie haben sich im Laufe der Runde auch gut weiterentwickelt“, sagt Heinrich. Er ergänzt aber auch: „Wir spielen dort auf Sieg. Ganz klar.“
Gute Tests trotz Niederlagen
Die Vorbereitung lief nach seinem Geschmack. „Die Neuzugänge haben alle gezeigt, dass sie sehr wichtig für die Mannschaft sein können“, sagt der Steinbacher Coach. Vor allem hat er nach den vielen verletzungsbedingten Ausfällen seit Januar wieder mehr Alternativen im Kader.
Die Testspiele verlor der TuS zwar allesamt, doch wie das Team auftrat, mache Mut für die kommenden Wochen. Beim Oberligisten TSG Pfeddersheim gab es ein knappes 1:2 „Wir haben 90 Minuten lang gut mitgehalten“, sagt Heinrich, der betont: „In den Tests gegen den TuS Altleiningen (2:4) und SV Gimbsheim (1:2) haben wir jeweils eine sehr dominante erste und eine schwache zweite Halbzeit gespielt.“ Die für das vergangene Wochenende angedachte Generalprobe bei Wormatia Worms II fiel aus.
Keine neuen Verletzten
Wichtig für die Steinbacher war im neuen Jahr auch: Es hat sich kein Spieler mehr verletzt. Mit Lukas Krautschneider kam ein Leistungsträger zurück. Nils Frey wird laut Heinrich demnächst auch wieder spielen können. Für Sonntag ist der Defensivakteur aber noch nicht fit. Bei den beiden Team-Kapitänen David Szaszorowski und Hendrik Schwab, die sich im Herbst 2022 schwere Verletzungen zuzogen, sieht es dagegen nicht so gut aus. „Beide werden wohl in dieser Saison kein Spiel mehr machen“, sagt Heinrich.
Ein neuer Hoffnungsträger ist der ehemalige Profi Patrick Wolf. Er soll mit seiner Erfahrung helfen. Ob er am Sonntag in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld spielen wird, ließ Heinrich offen. „Wir wollen uns nicht ganz in die Karten schauen lassen“, sagt er und macht klar: „Natürlich ist am Sonntag Druck auf dem Kessel, aber wir haben eigentlich nichts mehr zu verlieren.“