FUSSBALL
TuS Steinbach startet mit Remis in die neue Liga
Die Fußballer des TuS 07 Steinbach sind gut in die neue Saison der Verbandsliga Südwest gestartet. Für einen Dreier am Mittwochabend im Heimspiel gegen die TSG Bretzenheim reichte es für den Aufsteiger aber nicht. Das lag am fehlenden Spielglück und am Schiedsrichtergespann.
„Zwei Punkte verschenkt“
TuS-Spielertrainer Daniel Ghoul zeigte sich nach dem 2:2 (1:1) gegen Bretzenheim zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. „Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie in der Liga mithalten kann. Fehler, die man macht, werden auf diesem Niveau eben knallhart bestraft. Aber dennoch denke ich, dass wir zwei Punkte verschenkt haben“, sagte der Steinbacher Coach.
Der Neuling kam vor 225 Zuschauern gut ins Spiel. Und das, obwohl bei den Steinbachern einige wichtige Spieler fehlten. Marcel Meinen, der Torjäger der vergangenen Spielzeit, war nicht dabei. Kurzfristig fiel auch Lukas Krautschneider mit einer Knieprellung aus. Deshalb musste Daniel Ghoul einspringen. Verteidiger Mika Herbert hatte sich im letzten Testspiel gegen Wormatia Worms II eine Rote Karte eingehandelt und durfte deshalb nicht spielen. Defensivmann Dawid Szaszorowski musste wegen eines kürzlich erlittenen Bänderrisses passen.
Erster Torschuss sitzt
Der TuS hatte in den ersten 15 Minuten Feldvorteile. Doch mit dem ersten Torschuss auf das Steinbacher Gehäuse gingen die Bretzenheimer in Führung. Leonard Leismann kam von der Strafraumgrenze zum Abschluss und überwand TuS-Keeper Klaus Siebecker. Die Mainzer führten mit 1:0 (16.). Die Platzherren mussten den Schock erst einmal wegstecken. Nach einer Freistoßflanke von Hendrik Schwab gelang dann Co-Trainer Patrick Wolf per Kopf der Ausgleich – 1:1 (30.). Beim Remis blieb es bis zur Pause.
Kurz nach Wiederanpfiff dann die strittigste Szene der Begegnung: Als der Bretzenheimer Paul Basel im Steinbacher Strafraum schussbereit stand, kam Wolf angeflogen und traf klar den Ball. Der TSG-Spieler fiel mit einem Schrei. Schiedsrichter Marcel Bender entschied auf Elfmeter. Die Steinbacher protestierten. Es war eine Fehlentscheidung. Unterdessen stand Linienrichterin Ramona Klein eigentlich gut, hätte vielleicht Bender noch etwas dazu sagen können, doch das passierte nicht. Die Elfmeter-Entscheidung für die Mainzer wurde vom Schiedsrichtergespann nicht mehr zurückgenommen.
Dem dritten Treffer ganz nah
Lukas Fischer trat an und verwandelte sicher zum 2:1 (49.) für Bretzenheim. Die Steinbacher ließen sich aber nicht hängen – und konterten. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball in den Bretzenheimer Strafraum zu TuS-Angreifer Dominick Schwarz. Der fackelte nicht lange, zog ab, und das Spielgerät landete im gegnerischen Gehäuse – 2:2 (59.).
In der Folge waren die Steinbacher dem drittem Treffer ganz nah. Jonas Krautschneider hatte Pech, als bei seinem Schuss das Leder zunächst den linken Innenpfosten traf und von dort an den anderen Aluminiumstab knallte. Die Bretzenheimer konnten die Situation klären (64.). Wenig später parierte TSG-Schlussmann Immanuel van der Velden einen Knaller von Lukas Krautschneider (68.).
Die Bretzenheimer kamen offensiv nur noch einmal zum Zuge. Aus heiterem Himmel stand plötzlich der kurz zuvor eingewechselte Seyedmohammadreza Hosseini völlig alleine vor Steinbachs Torwart Klaus Siebecker. Der Keeper parierte den Schuss aus kurzer Distanz glänzend (75.). In der Schlussphase drängten die Donnersberger auf den Siegtreffer, doch der sollte nicht mehr fallen.
Schwarz und Metz überzeugen
„Das war sicher ein guter Beginn in die Saison. Leider haben die Bretzenheimer mit dem Elfmeter einen Treffer zu viel gemacht und wir wegen des Pfostenpechs ein Tor zu wenig, so dass es nur zu einem Punkt gereicht hat. Aber den nehmen wir auch gerne mit“, sagte TuS-Coach Ghoul und machte klar: „Ich hoffe, dass wir uns am Samstag beim Auswärtsspiel in Dudenhofen gut verkaufen können.“
Starke Vorstellungen am Mittwochabend lieferten bei den Steinbachern vor allem Angreifer und Torschütze Dominick Schwarz, der vorne immer anspielbar war und mit seiner Kopfballstärke bei Standardsituationen Gefahr ausstrahlte. Auch Rico Metz, der seine Rolle als Außenverteidiger sehr offensiv ausfüllte, konnte beim Aufsteiger überzeugen.