Fussball
TuS Steinbach ringt Tabellenführer einen Punkt ab
„Wir freuen uns natürlich ungemein“, sagte der Steinbacher Coach Christoph Heinrich nach dem hart erkämpften Punktgewinn seiner Mannschaft, die gegen den Top-Favoriten auf die Meisterschaft über 90 Minuten ein tolles Spiel lieferte. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen“, sagte der Trainer und betonte: „Wir haben insgesamt eine tolle Leistung gezeigt. Die Einstellung und Moral waren grandios.“
Als krasser Außenseiter gingen die Steinbacher in die Partie. Doch der TuS lieferte dem SC Idar-Oberstein ein Duell auf Augenhöhe. „Wir wollten das Spiel schon offensiv gestalten und uns keineswegs verstecken“, machte Heinrich nach der Partie die Marschroute klar. Idar-Oberstein war aber im ersten Durchgang druckvoller und ging auch nach einer Viertelstunde mit 1:0 (15.) in Front. Justus Klein erzielte die Führung für den Tabellenführer.
Mehr Risiko wird belohnt
In der Folge steckte der TuS aber den Schock des Gegentreffers gut weg. Bis zur Pause blieben die Steinbacher in Schlagdistanz. Und der Aufsteiger kam sehr gut aus der Kabine. „Wir wollten im zweiten Durchgang dann einfach etwas mehr riskieren“, erklärte TuS-Coach Heinrich später. Der TuS hatte in den zweiten 45 Minuten auch mehr vom Spiel. Der SC Idar-Oberstein wirkte beeindruckt.
In der Schlussphase warfen die Steinbacher alles nach vorne und wurden belohnt. Drei Minuten vor Schluss gab es einen Freistoß für die Platzherren. Jonas Krautschneider führte aus. Der Ball wurde von Idar-Oberstein zunächst abgewehrt. Doch der Abpraller blieb beim TuS. Marvin Gödtel reagierte blitzschnell und köpfte das Spielgerät zum 1:1 (87.) ein. Idar-Oberstein versuchte in der Schlussphase noch einmal selbst Druck zu machen, doch es blieb letztlich bei der Punkteteilung, die aufgrund der starken zweiten Halbzeit der Donnersberger in Ordnung ging. Die Steinbacher feierten den Punktgewinn am Ende wie einen Sieg. „Wir wollten den Idar-Obersteinern einfach so wenig Chancen wie möglich zugestehen. Das war insgesamt brutal schwer, denn der SC hat eine brutale Qualität“, befand Christoph Heinrich nach dem 1:1 und war stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft.
Steinbacher bleiben in Schlagdistanz
Durch das Unentschieden stehen die Steinbacher in der Tabelle zwar weiter mit dem 14. Rang auf einem Abstiegsplatz. Doch dass der Neuling nach sieben Spielen und einem schwierigen Programm acht Zähler gesammelt hat, ist ordentlich. Der Rückstand auf den Ligaachten FK Pirmasens II beträgt gerade einmal drei Punkte. Das Team von Jahn Zeiskam, das derzeit als Tabellenzwölfter den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, ist sogar punktgleich mit Heinrichs Team.
„Auch dieses Spiel gibt uns wieder ein Stück mehr Selbstvertrauen“, sagte der Steinbacher Coach, der in den 90 Minuten nur einmal wechselte. Und man merkte an der Körpersprache der TuS-Akteure: Der Traum vom Ligaverbleib, er wird bei den Steinbachern von Spiel zu Spiel zu größer – und ist bei solchen Leistungen auch realistisch.
So spielten sie
TuS Steinbach: Siebecker - Szaszorowski, Schunk, Gödtel, Schwab- Metzinger, Kamau, Walther, Mirschberger - Schulz (56. Hayrapetyan), Jonas Krautschneider.