Fußball
TuS Steinbach fliegt aus dem Verbandspokal
„Nach der ersten Halbzeit war die Partie leider schon für uns gelaufen, aber unsere Leistung in der zweiten Spielhälfte stimmt mich doch sehr positiv“, sagte der TuS-Coach Daniel Ghoul nach dem Pokal-Aus. Die Platzherren, die in der Liga auf dem ersten Tabellenrang stehen, machten von Beginn an Druck. In der 15. Minute bekam die Steinbacher Defensive den Ball nicht geklärt. SG-Torjäger Gianni Auletta ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss aus elf Metern das Spielgerät humorlos zum 1:0 in die Maschen.
Total verunsichert
Der Gegentreffer machte etwas mit den Steinbachern. Sie wirkten danach total verunsichert. Nur eine Viertelstunde später gelang Berkan Celebi mit einem sehenswerten Distanzknaller das 2:0 (30.) für die Platzherren. Der Treffer aus 40 Metern überraschte auch den Steinbacher Keeper Enrico Pehle. Die Kreuznacher legten vor der Pause noch zweimal nach. Deniz Darcan verwertete eine Vorlage von Mika Brunswig zum 3:0 (27.) und Malik Schäfer erhöhte auf 4:0 (40.).
„Wir haben den Gegner in der ersten Hälfte viermal zum Toreschießen eingeladen. So holt man halt keine Siege gegen so eine Mannschaft. Das waren Unkonzentriertheiten, einfach Fehler, vier Geschenke eben“, sagte der Steinbacher Coach Ghoul, der wegen einer Gehirnerschütterung und Platzwunde aus dem letzten Ligaspiel gegen Marienborn aussetzen musste.
In der zweiten Hälfte die bessere Mannschaft
„In der Halbzeit haben wir umgestellt. Wir haben das Spiel dann, wie ich finde, doch wirklich bis zum Schluss dominiert“, sagte Ghoul. Der TuS kam gut in den zweiten Durchgang und erspielte sich auch gleich gute Torchancen. Allerdings verhinderte der Kreuznacher Schlussmann Julius Schött, der später verletzt vom Platz musste, mit starken Paraden einen Steinbacher Treffer. Bis zum Schluss waren die Donnersberger die bessere Mannschaft. Die Kreuznacher kamen eigentlich zu keiner klaren Torchance mehr. Dennoch gewann der Verbandsliga-Spitzenreiter letztlich souverän mit 4:0.
Der Blick der Steinbacher ging dann auch schnell nach vorn in Richtung nächstes Ligaspiel. Am Samstag geht die englische Woche für sie weiter. Dann trifft der TuS zu Hause um 13 Uhr auf den FSV Offenbach. Mit dem FSV kommt dann der derzeitige Tabellendritte, der in den bisherigen sieben Spielen 14 Punkte geholt hat. Die Steinbacher, die in dieser Spielzeit noch auf den ersten Dreier warten und auf dem vorletzten Rang stehen, sind dann wieder nur krasse Außenseiter.
Der Routinier soll’s richten
„Was mich sehr positiv stimmt, ist, dass Co-Trainer Patrick Wolf für Samstagmittag wieder fit ist. Er stabilisiert die Defensive ungemein“, sagt Ghoul. Wolf kam am Mittwochabend nach einer Stunde ins Spiel für Jonas Krautschneider und machte eine gute Partie. Gegen Offenbach wird der Routinier wohl von Beginn an in der Steinbacher Abwehr spielen.
Fragezeichen stehen aber hinter dem Einsatz von Nils Frey. Der Angreifer spielte in Bad Kreuznach, musste aber wieder wegen gesundheitlichen Problemen raus. Sein Einsatz gegen Offenbach ist fraglich. TuS-Spielertrainer Ghoul sagt vor dem Heimspiel am Wochenende: „Wir wollen wieder an die Leistung vom Spiel gegen Marienborn anknüpfen. Wenn wir das schaffen, ist auch gegen den FSV Offenbach durchaus etwas möglich.“