Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Göllheim und SV Gundersweiler leisten Schützenhilfe

Haben den Ball im Blick: Hakan Aslan (links) vom TuS Göllheim (links) und Marcel Dominik Weiß vom SV Gundersweiler.
Haben den Ball im Blick: Hakan Aslan (links) vom TuS Göllheim (links) und Marcel Dominik Weiß vom SV Gundersweiler.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte und sogar ein Vierter. Im Falle der Fußball-A-Klasse waren die Gewinner des Derbys zwischen dem TuS Göllheim und dem SV Gundersweiler der Spitzenreiter SV Katzweiler und der Zweite TSG Kaiserslautern.

Der Ligavierte TuS Göllheim und der SV Gundersweiler trennten sich nämlich torlos. Der SV Katzweiler (59 Zähler) baute in der Liga seinen Vorsprung damit auf sieben Punkte aus. Die TSG Kaiserslautern ist nun mit 52 Zählern Zweiter. Gundersweiler und Göllheim haben genauso viele Punkte wie die TSG, verpassten einen Sprung nach vorne.

Vor 160 Zuschauern hatte der SV Gundersweiler auf dem Kunstrasen mehr Spielanteile und war vielleicht einen Tick besser. Aber für einen Sieg reichte es nicht, weil das Team um Spielertrainer Michael Hammerschmidt seine Vorteile nicht nutzen konnte. Und vor allem weil Igor Schmidt sieben Minuten vor dem Ende mit einem Foulelfmeter am Göllheimer Torwart Alexander Ott scheiterte, der die Ecke geahnt hatte (83.). Zuvor war Sascha Steffes vom Göllheimer Kapitän Joshua Lai Hipp touchiert worden. Der gute Schiedsrichter Michael Janzer hatte auf Elfmeter entschieden.

„Klar nehmen wir den Punkt jetzt gerne mit. Aber wenn man den Spielverlauf betrachtet, ist das Remis halt zu wenig“, sagte SV-Spielertrainer Hammerschmidt nach der Partie.

Zweikampfstark und bissig

Im ersten Durchgang bestimmte Gundersweiler das Geschehen. Die ganz klaren Chancen waren aber nicht dabei. In der zweiten Hälfte tauchte das Hammerschmidt-Team immer wieder gefährlich über die Flügel vor dem Göllheimer Tor auf. Doch meistens fehlte der letzte Pass. Zweikampfstark, bissig: Gundersweiler war in diesen Kategorien besser und ließ sich auch durch die Zehn-Minuten-Zeitstrafe für Jochen Gress nach einem Foulspiel (68.) nicht aus dem Konzept bringen. Der TuS war dagegen meist auf Defensivarbeit beschränkt, hatte aber eine große Konterchance: Leonard Avdylaj tauchte plötzlich völlig frei vor dem Gundersweiler Gehäuse auf, doch SV-Torwart Kevin Heske machte sich groß und parierte glänzend (66.). So blieb es letztlich beim torlosen Remis, das beiden Mannschaften im Kampf um den Aufstieg weiter alle Chancen lässt.

Der Göllheimer Spielertrainer Daniel Fattler, der zusammen mit Arda Özkan in der Defensive eine starke Leistung zeigte, befand nach der Partie: „Natürlich hätte ich dieses Spiel zu Hause gerne gewonnen, aber wenn man den Spielverlauf noch mal analysiert, dann muss man zugeben, dass wir mit dem Punkt vollauf zufrieden sein können. Gerade wegen des Elfmeters.“ Der Göllheimer Trainer betonte weiter: „Wir spielen in der nächsten Woche gegen die TSG Kaiserslautern. Das wird wieder ein ganz wichtiges Spiel.“

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