Fußball
TuS Finkenbach/Waldgrehweiler nicht nur in der B-Klasse auf Erfolgskurs
Am 20. Mai 2024, einem sonnigen Montagnachmittag, war die Enttäuschung groß im Spieler- und Fanlager des TuS Finkenbach/Waldgrehweiler. Gerade hatte die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft um Spielertrainer Silas Schlemmer auf bitterstem Wege das Double aus Meisterschaft und Kreispokalsieg verpasst. Im Endspiel gegen den späteren Bezirksligaaufsteiger SV Gundersweiler besiegelte ein Fehlschuss im Elfmeterschießen die Niederlage des Underdogs.
Doch die Gelegenheit, eben jenen Kreispokal doch noch zu gewinnen, wird sich dem B-Klasse-Spitzenreiter gegen Ende der Saison 2024/25 erneut bieten. Unter der Woche schaltete die Mannschaft um Kapitän Steven Huff C-Klasse-Primus SV Enkenbach mit 5:0 aus. In den vorherigen Spielen setzte sich das Finkenbacher Team, das aus vielen bezirksligaerfahrenen Akteuren besteht, gegen den SV Mölschbach (3:1), die TSG Albisheim (4:1) und die SG Münsterappel/Gerbach/Niederhausen (7:6 nach Elfmeterschießen) durch. „Wir als Verein sind natürlich sehr stolz, zum zweiten Mal in Folge im Finale des Kreispokals zu stehen. Das ist ein toller Erfolg“, zeigt sich der Sportliche Leiter des TuS, Jens Werrmann, zufrieden. Der Gegner wird am 30. Oktober zwischen den A-Klassisten TuS Göllheim und TSG Kaiserslautern ermittelt.
Beeindruckende Konstanz
Doch nicht nur im Pokalwettbewerb läuft es für die Mannschaft, die letztes Jahr freiwillig neu in der C-Klasse startete: Auch in der neuen Spielklasse steht die Schlemmer-Truppe nach neun Spieltagen wenig überraschend auf dem ersten Tabellenplatz. 25 Punkte und ein Torverhältnis von 34:10 stehen zu Buche, wobei die defensivschwachen Teams des ASV Winnweiler II und des TuS Ilbesheim gegen den Ligaprimus erst gar nicht angetreten sind. Am Sonntag (15 Uhr) geht es gegen den SV Alsenborn II, der auf Platz acht liegt.
Auch, wenn der Kader des Tabellenführers nach Ansicht vieler nicht der Realität eines B-Klasse-Teams entspricht, ist die Konstanz der Mannschaft von Schlüsselspieler und Dauerbrenner Nils Schlemmer beeindruckend. Denn auch die anderen Top-Teams der B-Klasse verfügen über gute Individualisten und ein funktionierendes Kollektiv, sodass es auch für Finkenbach/Waldgrehweiler kein Selbstläufer ist, Spiele in dieser Liga zu gewinnen. Vorjahres-Vizemeister TuS Bolanden beispielsweise wurde 5:3 besiegt, gegen den starken FC Shqiponja Kaiserslautern gab es einen knappen 2:1-Erfolg. Auch das dieses Jahr so starke Team von Gerhard Kotysch, die TSG Albisheim, wurde zuletzt knapp mit 1:0 besiegt. Lediglich gegen die SG Münsterappel/Gerbach/Niederhausen mussten die Meisterschaftsfavoriten beim 3:3-Unentschieden Punkte liegen lassen.
Hoher Trainingseifer
Die Kombinierten belegen hinter dem Aufsteiger mit fünf Punkten Rückstand den zweiten Tabellenplatz. Auch Albisheim, die noch ein Spiel in der Hinterhand hat, könnte mit einem Sieg die 20-Punktemarke nach neun Spielen noch erreichen. Neben diesen beiden Teams gehören der Shqiponja Kaiserslautern (19 Punkte) und Bolanden (16) zu den ersten Verfolgern des TuS.
Dass seine Jungs die Tabellenführung im weiteren Saisonverlauf leichtfertig abgeben werden, glaubt Werrmann nicht: „Die Jungs geben immer alles und sind nach wie vor sehr motiviert. Wir haben im Schnitt 20 bis 25 Spieler im Training, der Trainingseifer ist hoch.“ Dies treffe auch auf die Akteure der zweiten Mannschaft zu, die gemeinsam mit der Ersten trainiert. Diese belegt in der C-Klasse einen Mittelfeldplatz. Im Pokal der zweiten Mannschaften steht am 16. Oktober das Halbfinale gegen B-Ligist SV Alsenborn II an. Gut möglich also, dass alle TuS-Anhänger sich nächstes Jahr auf zwei Pokalfinals mit eigener Beteiligung freuen dürfen.