Tischtennis
TTC Winnweiler verpflichtet eine Granate
Gleich dreimal schlug der TTC Winnweiler bis Ende November auf dem Transfermarkt zu. Sam Hendel und Larissa Gales wechseln von der TSG Kaiserslautern zum TTC Winnweiler. Gales, die bereits in der Damen-Regionalliga spielte, war bislang in der 1. Pfalzliga für die TSG Kaiserslautern III gemeldet, hat sich in der Hinrunde eine 7:2-Siegesbilanz erspielt. Sam Hendel spielte bei der TSG-Vierten. 6:5 lautet ihre Bilanz in der Bezirksoberliga.
Die Vita von Paloma Beutler (früher Ballmann) liest sich dann doch noch mal ein wenig anders. Viel unterwegs war Paloma Beutler in ihren Jahren als Nachwuchsspielern. Sie reiste als Jugendspielerin quer durch die Welt. Slowakei, Tunesien, Tschechien, Wales, Schweden, Italien, Luxemburg, Spanien. Zweimal besuchte sie sogar ein Trainingscamp in China mit der deutschen Jugendnationalmannschaft. Bis zuletzt schwang sie noch den Schläger für den VfL Duttweiler, teils spielte sie dort in der Damen-Oberliga. Ihre Tischtenniskarriere begann Paloma Beutler, geprägt von ihren Eltern, die ebenfalls an der Grenze zum Leistungssport waren, mit acht Jahren. Bereits mit elf Jahren wechselte sie zum ambitionierten NSU Neckarsulm. Von der Mädchen-Verbandsklasse startete sie durch, gab ihr Debüt in der Zweiten Bundesliga schon mit 15 Jahren. Es folgten viele Turniersiege und beachtliche Erfolge im Nachwuchsbereich. Hier sprang auch eine Bronzemedaille bei der Jugend-EM 2009 heraus sowie viele Medaillen im Doppel und Mixed bei deutschen Meisterschaften. Bei der EM 2009 trat sie mit der späteren Profispielerin Sabine Winter zusammen an. Nach der Zeit als Jugendspielerin zog sich Beutler vom Leistungssport zurück, war lange Zeit für den TTC Bietigheim-Bissingen an der Platte.
Nach Sembach umgezogen
Ende vergangenen Jahres zog sie nach Sembach um. „Da kommt mein Mann ursprünglich her. Da wollen wir auf dem Hof meiner Schwiegereltern nächstes Jahr bauen“, erklärt Beutler den Umzug aus Ottersheim in die Südwestpfalz. „Jetzt war die Zeit gekommen, ähnlich wie damals in Duttweiler. Die kleine Tochter ist jetzt nicht mehr ganz so klein. Das gibt mehr Freiräume und ich möchte wieder etwas für mich tun“, sagt Beutler.
Die Herren aus Winnweiler kamen in jüngster Vergangenheit auf Paloma Beutler zu, weil sie mitbekommen hatten, dass die Familie Beutler samt zweier Kinder nach Sembach gezogen war. „Das spricht sich in der Tischtennisszene doch alles rum. Da hatten sie sich bei mir gemeldet, ob ich mir das vorstellen könnte. Ob ich Lust hätte einzusteigen, da sie von Personalproblemen in der Vorrunde geplagt waren. Jetzt war ich zwei, drei Mal im Training und habe mich dazu entschieden, dass ich diesen Schritt gehe“, sagt Beutler.
Wie oft sie nun zum Einsatz komme, sei jedoch nicht abgesprochen. „Ich habe noch keine genaue Vorstellung, wie viel ich dann spiele. Es gibt keine konkrete Anzahl, die ich für mich im Kopf habe oder die wir abgesprochen habe“, erklärt Beutler.
Mit derzeit 1838 Q-TTR Punkte, die für die Spielstärke der Tischtennisakteure stehen, kann Beutler sowohl im mittleren, als auch im hinteren Paarkreuz des TTC Winnweiler eingeplant werden.