Donnersbergkreis TTC leistet Schützenhilfe für ASV Höringen

WINNWEILER. Der ASV Höringen atmet auf. Erst einmal, für eine Woche. Am vorletzten Spieltag der Bezirksliga Westpfalz Nord schaffte Nachbar TTC Winnweiler, seit Wochen souveräner „Vize“, wichtigen Rückhalt: Höringens direkten Konkurrenten im Abstiegsfight, den TTC Breitenbach, nahm er mit 9:4 auseinander. Einen Punkt liegen die Westricher weiter vor dem ASV, das finale Fernduell entscheidet über beider Zukunft. Höringen hilft nur ein Sieg. Und: eine Breitenbacher Pleite bei den aktuell fulminanten TTF Rockenhausen.
Wenn es um nichts mehr geht, in der Liga die Luft raus ist, da schleicht sich auch mal der Schlendrian ein. Seit zig Wochen ist den Winnweilerern die Fahrkarte zur Relegation nicht mehr zu stehlen. Es geht nur darum, sich warm zu halten für das wichtigste Spiel des Jahres. Und dennoch: „Wir wollten uns von den Höringern natürlich nicht den Vorwurf machen lassen, nicht in guter Besetzung anzutreten und ihnen zu schaden“, betonte Gunter Franck, Kapitän des Lokalkonkurrenten, der am Samstag ausfiel. In Breitenbach, nahe der saarländischen Grenze, lief für ihn Alexander Geißler auf. Er holte problemlos sein Einzel. „Dass Alex gewinnen kann, war mir klar. Er ist gut im Training. Wir haben schon geschaut, dass wir stark stehen. Anders wäre es bitter für den Nachbarn“, so Franck. 9:4 siegte der TTC, nur anfangs stotterte der Motor: 2:4 lag er zurück, drei Fünfsatz-Pleiten setzten ihm zu. Dann drehte er auf. Winnweiler rüstet sich für die Relegation am 9. Mai... Punkte TTC: Müller/Böttger, Haag/Geißler, Böttger (2), Geißler, Pfannenstein, Wiegand, Müller, Haag.TTF Rockenhausen – TTC Bann 9:2. Selten stand weniger auf dem Spiel. Die TTF: sicher Sechster, ohne Aussichten nach oben und unten. Der TTC: seit längerem schon erster Absteiger, sang- und klanglos Schlusslicht. Ein „Freundschaftsspiel“ war es, eine bessere Trainingseinheit. Aber für Rockenhausen die optimale Chance, eine furiose Rückrunden-Serie auszubauen. Seit jetzt fünf Partien sind die TTF unbesiegt, in den letzten acht Spielen bezwang sie nur der TV Alsenborn. Bilanz des grandiosen Laufs: 12:8-Punkte lassen Rockenhausen als viertstärkstes Team 2015 dastehen, knapp hinter Top-Klub Alsenborn (14:6). Lange schon in der Sorgenfrei-Zone, weit weg von Abstiegsängsten. „Die Rückrunde läuft für uns super. Was sicher damit zusammenhängt, dass Michi Kuntz so oft für uns gespielt hat“, weiß TTF-Spitze Günther Rutz im Hinblick auf seinen Edeljoker. Auch im Finale mit Breitenbach wird der frühere Oberligist für seine Heimatstadt den Schläger schwingen. Gegen seinen Ex-Klub aus Bann brauchten ihn die TTF nicht. 28:12-Sätze sprechen dann doch Bände. Punkte TTF: Rutz/Bauer, Nehm/Heintz, Rutz (2), Portz (2), Bauer, Heintz, Greß. 2. Pfalzliga WestSV Alsenbrück-Langmeil – SV Ruhbank 9:1. Es fruchtet, immer wieder. Auch, wenn die Deutlichkeit überrascht. „Zuhause sind wir brutal stark. Unsere Gegner spielen zu der Zeit nicht gerne. Am Anfang ist alles für uns gelaufen“, bilanzierte Carsten Giehl, Mannschaftsführer des SV Alsenbrück-Langmeil. Sonntagmorgen, 9.30 Uhr. Während andere noch schlummern, wird in Langmeil Plastik übers Netz gedonnert. Der SVA weiß, warum. Bis der Gegner, auch der SVR am Sonntag, wach ist, hat der Aufsteiger fast schon gewonnen. 7:0 führte er, als Peter Theisinger Lothar Lill den Ehrenpunkt überließ. Wieder eine große Nummer: Ralf Erbeldinger, der mit 22:17-Einzeln vorne zu den Riesen der Klasse zählt. „Das war das Spiel um Platz fünf. Den haben wir jetzt sicher“, meinte Giehl. „Natürlich wollen wir das letzte Spiel auch noch gewinnen. Wir sind in Bestbesetzung, wollen positiv werden.“ Mit einem Sieg würde sein SVA den TTC Sand in die Bezirksliga schubsen. Ein Schaden für den ASV Höringen, der dann als Viertletzter absteigen könnte.Punkte SV: Erbeldinger/Kolbin, Albus/Theisinger, Giehl/Jochim, Erbeldinger (2), Albus, Kolbin, Jochim, Giehl. (ppp)