Donnersbergkreis TSG Zellertal benötigt Nerven aus Drahtseil

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Zellertal. Ein 8:8, ein einziger Punkt. „Nur“ den braucht die TSG Zellertal gegen einen Klub, der sich wöchentlich mit kreuz und quer gemischten Rumpf-Trupps an die Platten schleppt. Alles steht heute Abend (20 Uhr) auf Null im Zellertal: Verliert die TSG ihr letztes Pflichtspiel gegen die TG Oggersheim II, riecht es nach zweijährigem Intermezzo gewaltig nach Abstieg aus der Bezirksliga Vorderpfalz Nord. Sollten die Zellertaler wirklich stürzen, hätten sie es aber nicht heute vergeigt...

Die Nerven müssten dick wie Drahtseile sein. Mittlerweile, nachdem die TSG Zellertal bereits zwei Jahre im Keller der Tabelle herumgeistert, stetig an die Tür zur Bezirksklasse klopft. Es nervt und nagt. Vor dem finalen Spieltag der letzten Runde war die Ausgangsposition ähnlich: Zellertal empfing Schlusslicht DJK Limburgerhof II zum Showdown, es brauchte einen Zähler für den Klassenerhalt – und schoss die Vorderpfälzer rigoros in Grund und Boden. Heute Abend, gegen die TG Oggersheim II, reicht wieder ein 8:8. Nur mit dem Unterschied, dass der Kontrahent auf Platz fünf steht. Heißt: Kanonenfutter ist er nicht. Aber es geht für ihn auch um nichts mehr. „Wir wollen gewinnen. Bezirksliga muss Zellertal einfach spielen. Wir sind motiviert. Am Dienstag waren wir zu viert im Training, mehr geht bei uns nicht“, sagt Harald Zinser, Mannschaftsführer der TSG Zellertal. Bislang trat die TGO meistens mit einem querbeet zusammengewürfelten Haufen an – aus der zweiten, dritten, vierten, sogar der fünften Auswahl. Informationen Zinsers zufolge wird Oggersheim auch heute mit drei Ersatzspielern auflaufen. „Das ist immer gefährlich. Die hintendran können auch spielen. Wir brauchen eine konzentrierte Leistung“, warnt er. Seine TSG hat es in der eigenen Hand. Sollte sie den notwendigen Punkt jedoch liegen lassen, wie bei der 2:9-Packung im Hinspiel, hängt ihr Schicksal am seidenen Faden. Dann entscheidet ein anderer Faktor, ob Zellertal geht oder bleibt: Erst wenn der Zweite SV Pfingstweide seine Relegation gewinnt, wäre Zinsers Sextett gerettet. „Als Drittletzter kann man sich nicht darauf verlassen, dass es reicht“, betont der Kapitän die Wichtigkeit, wenigstens mit einem Remis am VfR Hettenleidelheim vorbeizumarschieren. Fakt ist: Versemmelt die TSG den Ligaverbleib, liegt es nicht an heute Abend – sondern an den Partien, in denen sie hoch führte, aber das Zupacken vergaß. „Das ist nicht nervlich bedingt. Die Paarungen passen dann einfach nicht“, glaubt der Zellertaler Mannschaftsführer. (ppp)

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