Donnersbergkreis Tschoepke feiert das Triple
«ROCKENHAUSEN.» 47 Einzel- und 45 Teamteilnehmer trotzten am Samstagmorgen beim 6. Rockie-Man-Triahtlon den niedrigen Temperaturen. Bereits zum dritten Mal triumphierte der gebürtige Dielkirchener Lukas Tschoepke. Bei ihrem ersten Einzelstart gelang Lokalmatadorin Anna Döring die schnellste Zeit. Im Teamwettbewerb gewannen Marion und Stefan Malo sowie Erik Schulz als „Trimoschel“.
Frische 15 Grad Außen- und 19 Grad Wassertemperatur sind wahrlich kein Zuckerschlecken, beachtliche 92 Hobbyathleten haben sich der Herausforderung dennoch gestellt. Die einwandfrei abgesperrten Rad- und Laufstrecken trockneten nach dem Regen zur Freude aller Beteiligten noch rechtzeitig. Exakt 43 Minuten und 13 Sekunden, nachdem Helmut Gass, Vorsitzender der Vereinigten Turnerschaft Rockenhausen (VTR), den Startschuss im Naturbad gab, rannte Lukas Tschoepke wie schon 2013 und 2016 als Erster über die Ziellinie im Stadion Obermühle. Seine Bestzeit von 41:32 Minuten konnte der aus Dielkirchen stammende 26-Jährige nicht überbieten – „das Wasser war kalt, und ich hatte Probleme auf der Radstrecke“ –, dennoch überwog bei Tschoepke, dessen Paradedisziplin das Laufen ist, die Freude ob seines dritten Erfolgs. Sein härtester Konkurrent, Hartmut Jeskowiok aus Kleinniedesheim, erarbeitete sich beim Radfahren einen ordentlichen Vorsprung, doch „ich wusste, dass Lukas enorm laufstark ist und mich noch holen wird“. Der 52-Jährige nahm zum dritten Mal teil und schätzt den „lockeren, entspannten und familiären Rahmen“ des Rockie-Man. Einen Podiumsplatz belegt auch der Dannenfelser Frank Huy, der mit 46:18 Minuten Dritter wurde. Bei den Frauen setzte sich Anna Döring souverän durch. In 58:24 Minuten verwies die 33-Jährige Pamela Ollig aus Eisenberg und Judith Thien (beide knapp über eine Stunde und zwei Minuten) mit großem Abstand auf die Plätze zwei und drei. Thien war mit ihrem Freund Patrick Korfmacher, bei den Herren ebenfalls am Start, aus Münster angereist. „Total geil. Ich hätte niemals damit gerechnet, hier zu gewinnen. Das Training hat sich ausgezahlt. Einfach schön, wenn einem die Leute, die man gut kennt, aus jeder Ecke zujubeln“, sagte Siegerin Döring, die in Rockenhausen lebt und nach einer Teamteilnahme nun erstmals als Einzelkämpferin beim Rockie-Man startete. Im Teamwettbewerb führte am Samstag kein Weg an „Trimoschel“ vorbei. Marion Malo (Schwimmerin), Ehemann Stefan (Radfahrer), beide aus Dörrmoschel, und Erik Schulz (Läufer) aus Teschenmoschel waren 2016 noch Einzelstarter und holten sich nun in 43:13 Minuten gemeinsam Platz eins. „Wir unterstützen diese tolle Heimatveranstaltung, die weiter Bestand haben soll, sehr gerne und können uns darüber hinaus auch noch sportlich messen“, so das Gewinner-Team. Es folgte „Team-VTR“ (Julia Sundheimer, Anika Lutz, Jonathan Kreilaus) in 46:28 Minuten. Vorjahressieger „Dream-Team“ kam elf Sekunden später als Dritter ins Ziel. Als ältester Teilnehmer meisterte der Rockenhausener Friedhelm Schmitt die Strecke. Mit 63 „Lenzen“ und einer Zeit von rund einer Stunde und fünf Minuten siegte Schmitt, auch durch fehlende Konkurrenz, unangefochten in seiner Altersklasse. Den Preis für den besten Lokalmatador erhielt zum vierten Mal Ulrich Haag (48:27 Minuten). Der 55-Jährige nahm genau wie Tobias Bumb und Michael Dietz bereits zum sechsten Mal teil. Den meisten Applaus, ob mit einer lauten Kuhglocke am Straßenrand oder mit Klatschen im Stadion, erntete aber zweifelsohne die 55-Jährige Therese Kless. Nach rund einer Stunde und 40 Minuten kämpfte sich die älteste Teilnehmerin ins Ziel. Helmut Gass zog erneut ein sehr positives Fazit: „Ich bin sehr erfreut darüber, dass die Teilnehmer diese Veranstaltung und den reibungslosen Ablauf würdigen.“ Der VTR-Chef betonte, wie groß die Identifikation der heimatverbundenen Menschen mit dem Rockie-Man schon sei. Während der Siegerehrung bedankte er sich bei der Stadt und VG Rockenhausen, zahlreichen Unterstützern und den rund 30 freiwilligen Helfern aus der VTR, ohne die das „in der Durchführung logistisch sehr aufwändige“ Event nicht zu stemmen wäre.