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Trainieren, bevor es wieder losgeht (1): Jonas Rapp
Von Arno Mohr
Seit der Zwangspause ab Anfang März traten erstmals an Pfingstsonntag, 31. Mai, zwei Radsportler vom Hrinkow-Advarics Cycleang-Team beim 72. Internationalen Sachsenring-Radrennen an. Nicht dabei war allerdings Jona Rapp, der sich nach wie vor seit Anfang März in der heimatlichen Nordpfalz fit hält. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge und dem Rennkalender des Teams wird er am 18. Juli beim tschechischen Rad-Cup für sein Team an den Start gehen wird.
Einige Varianten an seinem „Hausberg“
Seine Trainingsfahrten absolviert der Bergspezialist dabei besonders gerne am 687 Meter hohen Donnersberg, den er selbst als seinen „Hausberg“ bezeichnet. Den zur Anstieg auf den höchsten Berg der Pfalz – er stand auch schon oft bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt auf dem Programm – liebt der Alsenzer deshalb so sehr, weil er einen langen Anstieg bietet und er auch hier einen längeren Berg-Trainingsintervall fahren kann. Rapp gilt als der Kletterspezialist des Hrinkow-Teams und hat schon mehrmals bei den Rennen gerade in den Bergen für Furore gesorgt. Hier vor Ort nutzt er die unterschiedlich möglichen Anfahrten hoch auf den Donnersberg für sich. Von Bolanden aus, von wo aus ja in diesem Jahr die deutschen Nachwuchsmeisterschaften stattfinden sollten, beginnt der Anstieg an der Dannenfelser Mühle. Alternativ ist aber die Fahrt auch über Weitersweiler, Steinbach oder von Bastenhaus aus möglich.
Für Rapp beginnt dies auf allen Strecken eigentlich „gar nicht so steil“. Er gewinnt dadurch etwas Zeit, um seinen Fahrrythmus zu finden, bevor es dann „erst richtig zur Sache geht“, wenn der Anstieg zweistellige Prozente aufweist. Erst hier wird der Profisportler „so richtig warm und fühlt sich dann pudelwohl und in seinem Element“.
Seine Lieblingsstrecke ist die Straße von Steinbach aus, dies sei die für ihn schwerste Route. Auf der Strecke von rund sieben Kilometern sind 400 Höhenmeter zu überwinden. Bis Dannenfels unterbrechen nur kurze und einzelne steilere Streckenabschnitte den ansonsten sehr moderaten Berganstieg. Auf den letzten Kilometern geht es dann richtig steil hoch und nur noch aufwärts. Er fährt diesen Streckenabschnitt auch oft, weil hier sehr wenig Straßenverkehr herrscht. Ab Dannenfels dürfen die Autos den Donnersberg ja nur aus einer Richtung anfahren. Wegen schlechter Asphaltverhältnisse nutzt er bei der Abfahrt lieber die Nordroute über Bastenhaus nach Marienthal, wo dann Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde leicht erreicht werden, so Rapp. Zum Trainingsintervall am Donnersberg gehört dann auch der über 20-prozentige Anstieg nach Falkenstein hoch.
Einkehrmöglichkeiten gibt es auch
Rapp hat auch schon komplette Trainingsintervalle nur am Donnersberg gefahren. Normalerweise legt er die Donnersberg-Tour entweder gleich an den Anfang oder in die Mitte eines Trainingsintervalles, das täglich leicht auch mal mehr als einhundert Kilometer umfassen kann. Für den Alsenzer sind solche Entfernungen und vor allem die Steigungen überhaupt kein Problem, aber eine wohlverdiente Ruhepause gönnt er sich dann doch. Und im Luftkurort Dannenfels gibt es ja einige Einkehrmöglichkeiten. Oder er genießt in aller Ruhe einfach den Panoramaausblick, den der Donnersberg von „ganz oben“ bietet, bevor dann wieder weiter oder zurück nach Alsenz geradelt wird.
So wie wir Jonas Rapp kennen, wird er beim ersten Radrennen am 18. Juli dank seines Hausberges, dem Donnersberg, topfit sein. Bis dahin wird der Alsenzer noch das ein oder andere Mal am Donnersberg zu sehen sein.