Donnersbergkreis Tipps für Ahnenforscher

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MORSCHHEIM. In Morschheim ist seit einigen Jahren ein Arbeitskreis Geschichte aktiv, der sich mit der Vergangenheit seiner Heimatgemeinde befasst und unter anderem bereits einen historischen Dorfrundweg umgesetzt hat. Außerdem gibt es ein Morschheimer Geschichtsbuch. Es hat die Gestalt eines stabilen Ringordners und kann fortlaufend um neue Seiten oder ganze Kapitel ergänzt werden. Im Augenblick liegt der Schwerpunkt der Themen, mit denen sich die Hobbyforscher um Claus Hoffmann, Astrid Neumann und Dorothee Herlinger befassen, auf der Erforschung der Stammbäume Morschheimer Familien. Zu diesem Zweck findet am Sonntag ab 15 Uhr im Tennisheim eine Informationsveranstaltung statt, zu der alle Bürger eingeladen sind. Wir haben Astrid Neumann dazu befragt.

Was genau haben Sie für Sonntag geplant?

Da muss ich vielleicht etwas weiter ausholen. Wir haben in Morschheim ja das Glück, dass es bei uns ein Archiv gibt. Dort gibt es alte Ortspläne und Katasterauszüge, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, aber auch Verzeichnisse von Familiennamen und so weiter. Und worauf wir ganz besonders stolz sind: Wir haben ein dickes Gerichtsbuch aus dem 16. Jahrhundert. Wobei es dabei nicht um irgendwelche Anklagen und Urteile geht, sondern um Grundstücksverkäufe, Verträge und ähnliches. Das wurde in den 1970er Jahren vom damaligen Pfarrer Paul Karmann übertragen, denn wir können heute die alten Handschriften nicht so ohne weiteres entziffern. Karmann hat übrigens auch für einige Familien Stammbäume angelegt. Jedenfalls haben wir jetzt schon so viel Material zusammen, dass wir das den Bürgern gerne vorstellen möchten. Gleichzeitig sind wir natürlich auf der Suche nach weiterem Material. Deshalb unsere Bitte an alle Bürger, die sich für dieses Thema interessieren und die zu Hause weiteres Material haben, dieses doch mitzubringen und uns zur Auswertung zur Verfügung zu stellen. An welches Material haben Sie dabei gedacht? An alles, was zur Ahnen- und Familienforschung beitragen kann. Stammtafeln, Stammbäume, Verträge, Verzeichnisse. Das können übrigens auch die zur Hitlerzeit benötigten Ariernachweise sein, denn die gehen ja auch jeweils mehrere Generationen zurück. Ein weiteres unserer Anliegen ist es, die Leute zu animieren, selbst Familienforschung zu betreiben. Wir können da auch Tipps geben, zum Beispiel, was als erste Anlaufstelle in Frage kommt und wo man weitere Informationen bekommen kann. Sie haben davon gesprochen, dass Sie das vorhandene Material am Sonntag vorstellen wollen. In welcher Form? Wir werden die wichtigsten Quellen auslegen, die Leute können sie einsehen, außerdem werden die alten Ortspläne aufgehängt und vorgestellt. Darüber hinaus wird Claus Hoffmann die älteren Quellen vorstellen und erklären, und Dorothee Herlinger und ich werden Personen- und Häuserlisten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erläutern. Wir haben zum Beispiel eine Einwohnerliste aus dem Jahr 1908 und können zeigen, welche Anwesen von welchen Familien bewohnt waren. Und auf längere Sicht wird es dann ein weiteres Kapitel für das Morschheimer Geschichtsbuch geben? Genau, das haben wir vor, Außerdem wollen wir das Material auf der Internetseite unserer Gemeinde, www.morschheim-direkt.de, zugänglich machen.

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