Fussball
Timo Riemer zeiht positive Zwischenbilanz für den SVK
Für Riemer war es eigentlich das erste richtige halbe Jahr. In der vergangenen Saison, die frühzeitig abgebrochen wurde, hatte der 33-Jährige den Trainerjob am Schillerhain übernommen. Sein Ziel: Das Team in den nächsten drei Jahren in die Landesliga zu führen. Sechs „echte“ Monate sind jetzt vorbei. Der SVK hat die Hauptrunde in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz Gruppe Nord auf dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen. Das Saisonziel Teilnahme an der Aufstiegsrunde haben die Kirchheimbolander Kicker erreicht.
„Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist das erste richtige Jahr, in dem wir zusammen waren. Wir mussten sechs Neuzugänge integrieren, das hat geklappt. Wir sind Dritter, das ist sehr gut“, findet Riemer, der betont: „Ich wollte mit meinem Coachingteam einiges verändern. Die Spieler sollten zwei Systeme spielen können. Das braucht bekanntlich Zeit, manchmal dauert es auch sehr lange, aber die Jungs haben das sehr schnell hingekriegt. Wir spielen richtig guten Fußball, das ist schon mal ein sehr schönes Resultat.“
Gespräche mit Hochkarätern
Zehn Siege, vier Unentschieden und vier Niederlage. So lautet die Bilanz des SV Kirchheimbolanden nach den ersten 18 Partien. Insgesamt erzielte die Riemer-Truppe 42 Treffer. Bekam allerdings auch 31 Gegentore. Fakt ist: Für die Zuschauer waren die Partien des SVK meist schön anzuschauen. Den Stil will Riemer auch in der Aufstiegsrunde beibehalten. Zehn Punkte nehmen die Kirchheimbolander mit in die zweite Saisonhälfte. „Der Rückstand auf die beiden Top-Platzierungen ist nicht so groß, aber ich glaube, dass die Südteams SG Knopp/Wiesbach und der SC Weselberg das Ding letztlich machen werden. Das sind praktisch vom Kader gesehen zwei Landesligamannschaften“, sagt Riemer. Er macht aber deutlich: „Für uns ist der Aufstieg in dieser Saison sicherlich kein Muss, aber wir wollen schon noch Gas geben.“ Und der Spielertrainer verrät: „Momentan stehen wir in Gesprächen mit zwei Hochkarätern. Wenn die vielleicht schon zur Winterpause kommen würden, dann könnten wir unsere Ziele vielleicht noch einmal ändern.“
Der SVK startete mit einem 2:1-Auswärtserfolg im Derby beim ASV Winnweiler in die Saison. Nach einem Unentschieden gegen den SV Nanz-Dietschweiler (2:2) und einer 0:3-Niederlage gegen den TuS Bedesbach-Patersbach blieb die Riemer-Elf zehn Spiele in Folge unbesiegt und legte mit dieser Serie den Grundstein für die Aufstiegsrunde. „Zum Schluss lief es nicht mehr ganz so gut, aber wenn du insgesamt 31 Partien innerhalb von fünf Monaten machst, dann geht das auch an die Substanz. Gerade gegen Teams, gegen die man in der Aufstiegsrunde nicht mehr spielen wird, war es dann auch ein Kopfproblem“, sagt Riemer. Christopher Egelhof war mit 13 Treffern bester Torschütze.
Lob an die Konkurrenz
Den höchsten Sieg in der Hauptrunde feierte der SVK zu Hause gegen den ASV Winnweiler mit einem 6:0. Die deutlichste Niederlage war das 2:5 gegen den späteren Ersten SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg. „Die SG spielt eine Riesenrunde, die sind unglaublich konstant und machen kaum Fehler, ob sie es aber gegen Knopp/Wiesbach und Weselberg schaffen, da bin ich mir nicht sicher“, so Riemer.
Einen Abgang im Kader wird es, wenn überhaupt, wohl nur auf der Torwartposition geben. „Ich habe drei Landesliga-Keeper, dass da der ein oder andere nicht zufrieden ist, ist klar. Ein Torwart führt Gespräche mit einem anderen Klub, da könnte noch etwas kommen, sonst bleibt alles beim Alten“, sagt Riemer. Der Spielertrainer selbst wird demnächst auch Gespräche wegen seiner Zukunft führen. „Natürlich habe ich Interesse weiterzumachen, denn wir haben was aufgebaut. Das erfolgreich fortzuführen, wäre toll. Aber der Verein muss auch die gleichen Vorstellungen haben. Das werden wir demnächst sehen“, betont Timo Riemer.