Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Thilo Opper trifft auf seinen Förderer Pascal Weber

Pascal Weber (vorne, hier für den SV Imsbach) trainiert die Zweitvertretung des TuS Steinbach/SV Börrstadt.
Pascal Weber (vorne, hier für den SV Imsbach) trainiert die Zweitvertretung des TuS Steinbach/SV Börrstadt.

In den vergangenen Spielzeiten galt Thilo Opper als das Gesicht des TuS Steinbach/SV Börrstadt II. Vor allem seine vielen Tore brachten ihm Anerkennung. Heute trifft er mit seinem neuen Team TuS Stetten auf einen alten Weggefährten: Pascal Weber. Eine Geschichte über eine Fußballfreundschaft.

Für den 34-jährigen Pascal Weber dürfte es ein ganz besonderes Spiel werden, trifft er doch im direkten Duell auf seinen langjährigen Schützling Thilo Opper. „Nach jedem Spieltag sticheln wir uns gegenseitig, wer die meisten Tore erzielt hat“, erzählt Weber. Doch der Reihe nach. 2013: Die Saison der A-Jugend des TuS Steinbach endet mit dem Meistertitel und Aufstieg in die Landesliga. An der Außenlinie dirigiert Weber, auf dem Feld trifft Opper, wenn er denn in der Startelf steht. Im Nachhinein vermutet er: „Vielleicht hat Pascal mein Talent zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich erkannt.“ In der Tat: Auf den ersten Blick wirkt der 26-Jährige nicht wie eine „Tormaschine“, als die er sich immer wieder entpuppt.

Auch als Weber, der Leiter einer Kindertagesstätte, als Kapitän der ersten Steinbacher Mannschaft 2015 den Aufstieg in die A-Klasse feiert, ist Opper lediglich in der Zweiten unterwegs. Ein Jahr später werden die beiden gar zu Konkurrenten. Torgarant Opper erzielt in der Saison 2016/2017 in der C-Klasse starke 50 Tore, die ihm die Torjägerkanone bescheren. Den Aufstieg in die B-Klasse feiert aber der SV Imsbach unter seinem neuen Trainer – Pascal Weber. Der Kontakt der beiden reißt in all den Jahren nie ab. 2018 kehrt Weber nach Steinbach zurück, wo er mit seiner heutigen Frau Corinna ein Haus kauft.

Nach Umwegen gemeinsam in die B-Klasse

Nun feiern beide dort gemeinsam als Spieler den Aufstieg in die B-Klasse, in der sie sich heute gegenüberstehen. Zwei weitere Jahre unter Coach Weber folgen für Opper, Student des Bauingenieurwesens, in der zweiten Mannschaft. Trotz aller Neckerei spricht Opper mit dem größten Respekt über seinen ehemaligen Trainer: „Pascal lebt den Mannschaftsgedanken vor. Er will sich selbst und die Mannschaft immer verbessern. Selbst nach einem 5:0 sieht er noch Verbesserungspotenzial.“ Aber auch die fußballerischen Fähigkeiten des Hobbyläufers sind Opper nicht verborgen geblieben: „Dass er früher in der Innenverteidigung unterwegs war und heute im Sturm spielt zeigt, wie variabel er einsetzbar ist.“

Tatsächlich steht Weber aktuell vor seinem langjährigen Wegbegleiter in der Torschützenliste: „Alter hat mit Qualität nichts zu tun. Ich fühle mich fit und gebe in jedem Spiel alles“, sagt Weber selbst dazu. Diese Mentalität bestätigt er auch dem abgewanderten Opper, der mittlerweile in Winnweiler wohnt und Hochzeitsgast bei Weber war: „Ich finde es unglaublich schade, dass er nicht mehr bei uns spielt. Abgesehen von seinen Goalgetter-Qualitäten, war er immer verlässlich und ein absoluter Mannschaftsspieler.“

Frotzeleien unter Stürmern

Dass sein ehemaliger Trainer in der Torschützenliste vor ihm steht, ärgert Opper dagegen nicht weiter: „Das ist eine Momentaufnahme, abgerechnet wird am Ende.“ Als Ziel für das direkte Aufeinandertreffen geben beide Stürmer drei Punkte aus. Nur auf die Frage, wieso Weber bei vielen nur als „Schinken“ bekannt ist, darauf hat auch Kumpel Opper keine Antwort. Vielleicht lässt sich dies nach dem Spiel bei einem kühlen Bier unter Freunden noch klären …

Thilo Opper (Mitte) geht hier mit Einsatz für den TuS Steinbach II zu Werke. Jetzt spielt er für Stetten.
Thilo Opper (Mitte) geht hier mit Einsatz für den TuS Steinbach II zu Werke. Jetzt spielt er für Stetten.
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