Fußball
SV Kirchheimbolanden will Satz nach vorne machen
Die Fußballer des SV Kirchheimbolanden könnten am Sonntag die Abstiegszone in der Landesliga West verlassen. Das Team von Spielertrainer Timo Riemer empfängt auf dem eigenen Rasenplatz am Schillerhain um 15 Uhr das schon abgeschlagene Tabellenschlusslicht SG Kirn/Kirn-Sulzbach. „Das ist für mich als Trainer das schwerste Spiel“, sagt Timo Riemer vor der Begegnung und betont: „Jeder erwartet von uns einen Sieg. Ich muss die Mannschaft so hinbekommen, dass sie von Beginn an hochkonzentriert in das Spiel geht. Kirn hat in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt, alle 20 Spiele verloren. Aber trotzdem darf man sie nicht unterschätzen.“
Nach dem letztwöchigen Heimerfolg über den SV Hermersberg wollen die Kirchheimbolander nachlegen. Allerdings hat der SVK Personalprobleme. Mit Thomas Rothecker, der sich beim 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag schon nach acht Minuten einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und mindestens sechs Wochen ausfallen wird, und Christoph Leber, der sich eine Schienbeinprellung zuzog, fehlen Coach Riemer die gestandenen Spieler auf der rechten Seite.
Riemer muss wohl zuschauen
„Arne Kuhn, der das ja in der Hinrunde gespielt hat, ist ja wegen eines Kreuzbandrisses im Winter auch lange verletzt. Das heißt: Drei Spieler, die diese Position bei uns ausfüllen können, sind verletzt. Mal schauen, wie wir das machen“, sagt der Kirchheimbolander Spielertrainer, der wohl selbst wegen einer Rot-Sperre aus dem Hermersberg-Spiel nur von der Tribüne mitwirken kann.
Der SVK belegt derzeit den drittletzten Tabellenplatz. Die Kirchheimbolander stehen bei 24 Punkten und haben damit einen Zähler Rückstand auf den Ligaviertletzten SV Hinterweidenthal (25). Die vier letztplatzierten Mannschaften steigen wahrscheinlich am Saisonende ab. Den momentan ersten Nichtabstiegsplatz belegt der SV Nanz-Dietschweiler, der im Sommer 2024 zusammen mit dem SV Kirchheimbolanden von der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen war, und derzeit bei 26 Punkten steht.
„
Brutal eng“
„Es ist alles brutal eng da unten, selbst der SV Hermersberg ist als Fünfter noch nicht sicher“, sagt Riemer. Tatsächlich beträgt der Abstand von Rang fünf bis zum Ligaviertletzten Hinterweidenthal gerade einmal fünf Zähler. Deshalb könnte der SV Kirchheimbolanden mit einem Sieg am Sonntag auch einen großen Sprung in der Tabelle nach vorne machen. „Für uns ist das jetzt eine sehr große Chance, die wollen wir nutzen“, macht der Kirchheimbolander Spielertrainer klar.
Im Hinspiel in Kirn gewann der SVK souverän mit 4:1. Das Ligaschlusslicht verlor in der vergangenen Woche beim Aufstiegsaspiranten TuS Hohenecken mit 0:11. Der Kirner Trainer Jens Wückert muss vor dem Spiel wohl improvisieren, weil die SG Personalprobleme hat. Bewundernswert, dass die Kirner die Saison trotz allem zu Ende spielen wollen. Timo Riemer weiß: „Die Kirner sind schon abgestiegen, aber können uns immer gefährlich noch werden.“