Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Kirchheimbolanden: Der Abstiegskampf in der Landesliga beginnt

Erneute Niederlage: Michael Helfrich vom SV Hinterweidenthal (links) versucht, vor Max Höflich vom SV Kirchheimbolanden, der zum
Erneute Niederlage: Michael Helfrich vom SV Hinterweidenthal (links) versucht, vor Max Höflich vom SV Kirchheimbolanden, der zum zwischenzeitlichen 1:2 traf, am Ball zu sein.

„Wir müssen unbedingt die Kurve kriegen“, betont Timo Riemer, der seine Mannschaft derzeit in einer schlechten Phase sieht. Der SVK ist vom zwischenzeitlichen dritten Tabellenplatz auf Rang acht abgerutscht. Und das Restprogramm hat es in sich.

Und wieder ein Dämpfer für den Landesligisten SV Kirchheimbolanden. Nach der 2:4 (2:2)-Heimniederlage gegen den SV Hinterweidenthal im abschließenden Hinrundenspiel geht der Blick des Aufsteigers wieder nach unten. Durch die Pleite ist das Team von Spielertrainer Timo Riemer auf den achten Tabellenplatz abgerutscht. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt nur noch vier Zähler.

„Wir haben ganz schlecht gespielt“, gab Timo Riemer nach der Niederlage vor 70 Zuschauern auf dem heimischen Rasenplatz am Schillerhain zu. „Momentan haben wir wirklich eine ganz schlechte Phase. Vielleicht weil es nun kälter wird. Da ist der ein oder andere nicht mehr so gerne auf dem Sportplatz. Aber nur mit Schönspielerei kommen wir nicht weiter, wir müssen uns nun zusammenreißen. Mit der Niederlage gegen Hinterweidenthal hat der Abstiegskampf wieder begonnen“, sagte der Spielertrainer. Der Aufsteiger war ja zwischendurch mal Tabellendritter und hatte zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. „Das ging jetzt ganz schnell, wir müssen unbedingt die Kurve kriegen“, betonte Riemer.

Sieben Stammspieler fehlen

Gegen den SV Hinterweidenthal war die Defensive der Kirchheimbolandener mehrmals nicht im Bilde. „Wir hatten große Probleme mit den langen Bällen von Hinterweidenthal“, sagte der SV-Coach. David Schneider erzielte in der neunten Spielminute die 1:0-Führung für die Südwestpfälzer. Nur kurze Zeit später erhöhte David Burkhardt, der sich durchsetzte, auf 2:0 (18.) für Hinterweidenthal. Der SV Kirchheimbolanden schlug aber zunächst zurück. Nur drei Minuten nach dem zweiten Gegentor gelang Max Höflich der 1:2-Anschlusstreffer (21.) für den Neuling. „Wenn sieben Stammspieler fehlen, dann merkt man irgendwo schon einen Unterschied“, sagte Riemer.

Dennoch gelang Samuele Gualtieri das 2:2 (24.), und der SV Kirchheimbolanden schien die Partie in den Griff zu bekommen. Doch der Aufsteiger machte viele kleine Fehler im Spielaufbau, und in die SVK-Abwehr stand teilweise offen wie ein Scheunentor. Felix Burkhard nutzte dies in der 55. Spielminute für Hinterweidenthal zur erneuten Führung aus. Beinahe hätte SVK-Stürmer Christopher Schmitt das 2:3 postwendend erzielt, doch er scheiterte mit seinem Kopfball (58.).

„Noch einmal alles raushauen“

In der Folge zeigten sich die Platzherren noch bemüht, aber so richtig klare Tormöglichkeiten sprangen nicht heraus. Kurz vor Schluss machte der überragende Hinterweidenthaler Felix Burkhard mit dem 2:4 (89.) den Sack für die Südwestpfälzer endgültig zu. „Wir haben nicht wirklich gekämpft, so kann man gegen einen solchen Gegner, der viel Leidenschaft gezeigt hat, einfach nicht gewinnen. Da muss mehr Einsatz kommen“, ärgerte sich SV-Spielertrainer Riemer, der auch seine eigene Leistung in der Defensive nicht gut hieß.

„Wir müssen nun in den restlichen drei Spielen vor der Winterpause noch einmal alles raushauen“, sagte der Kirchheimbolandener Coach mit Blick auf die nächsten Wochen. Das Restprogramm 2024 hat es für den Aufsteiger aber in sich. Am kommenden Sonntag empfangen die Kirchheimbolandener zunächst den TuS Hackenheim, der ein Punkt hinter dem Neuling auf dem elften Tabellenplatz liegt. Dann müssen die SVK-Akteure beim Tabellenführer SG Hüffelsheim antreten. Und im abschließenden Spiel des Jahres am 24. November muss der derzeitige Liga-Achte auf eigenem Platz gegen die SG Rieschweiler antreten, die momentan als Tabellen-13. den ersten Abstiegsrang belegt. „Hüffelsheim ist ein Bonusspiel, aber die beiden anderen sind ganz wichtig. Da müssen wir punkten“, sagte Riemer.

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