Spiel der Woche
SV Katzweiler hat in Winnweiler dritten und letzten Matchball
Wird der SV Katzweiler seiner Favoritenstellung am letzten Spieltag gerecht und holt sich beim ASV Winnweiler am Samstag (16 Uhr, Am Rauhen Weg) den Titel in der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg? Ein Remis würde reichen. Gewinnt allerdings der Gastgeber, droht gar eine Dreier-Relegation um Meisterschaft und Relegationsplatz.
Wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass es in diesem Spiel noch um etwas geht? Sieben Punkte betrug der Vorsprung des SV Katzweiler auf seine Verfolger SV Gundersweiler und TuS Göllheim – bei noch drei ausstehenden Partien. Nach Rang zwei und verpatzter Relegation in der vergangenen Saison war die Meisterschaft jetzt also zum Greifen nah. Alles war zweimal für die große Feier vorbereitet. Doch der Mannschaft von Alexander Gauch schien irgendwie die Düse zu gehen. Sowohl bei der SpVgg Gauersheim (1:1) als auch bei der SG Münchweiler/Langmeil (3:3) vergangene Woche kam der SVK nicht über ein Unentschieden hinaus.
Winnweiler will sich fürs Pokalspiel revanchieren
„Es ist menschlich schon, aber sportlich schwer nachzuvollziehen, wie wir dann wirklich anfangen zu zappeln“, fragt sich auch Gauch, warum die Lautertäler den Sack noch nicht zumachen konnten. Der dritte Matchball liegt am Samstag ausgerechnet beim Tabellenachten ASV Winnweiler bereit. Jener Rivale, der vergangene Runde mit um den Aufstieg rang und zweimal hintereinander unglücklich in Katzweiler im Kreispokal das Nachsehen hatte.
„Unsere Ausgangslage in der Meisterschaft ist jetzt völlig zweitrangig“, verweist Winnweilers Spielertrainer Pascal Weber auf die vor allem der personellen Veränderungen geschuldeten sehr mäßigen Punkteausbeute. Vielmehr „wollen wir uns jetzt mit aller Macht für das Pokalspiel revanchieren und dem SVK ein Bein stellen. Es werden einige Zuschauer da sein, und es wird durch die Brisanz eine emotionale und energiegeladene Partie werden“, glaubt Weber. Katzweiler wisse, „dass es bei uns nicht einfach wird. Sie müssen sich strecken und alles raushauen“.
Gauch kann wieder auf Co-Trainer Borger setzen
Ein Glück, dass SVK-Coach Gauch wieder auf seinen spielenden Co-Trainer und Offensivkünstler Carlos Borger setzen kann, der in Gauersheim die Rote Karte quittierte und für eine Partie gesperrt wurde. „Ich bin überzeugt, dass die Jungs den Willen und das Können haben, den einen Punkt jetzt noch zu holen. Mehr Parolen sind nach den beiden jüngsten Spielen sicherlich nicht angebracht“, hielt sich Gauch im Gespräch mit der RHEINPFALZ im Vorfeld bedeckt.
Sollte der SVK auch den dritten Matchball vergeben und der TuS Göllheim seine Hausaufgabe beim SV Wiesenthalerhof erledigen, wird eine Dreier-Runde um die Meisterschaft und den Relegationsplatz ausgespielt. Für die Winnweilerer, die wohl auf die Unterstützung des Nachbarn aus Gundersweiler zählen können, der am Mittwoch mit 5:1 souverän seine Pflicht gegen das somit abgestiegene Liga-Schlusslicht TuS Steinbach/SV Börrstadt II erfüllte, ist das Ansporn genug. Holt der SV Katzweiler aber mindestens den so sehr herbeigesehnten letzten Punkt, wird der Rauhe Weg am Samstag zur Grün-Weißen Feierbühne.