Spiel der Woche
SV Gundersweiler unterliegt VfB Reichenbach mit 0:4
Michael Hammerschmidt, Trainer des SV Gundersweiler, hatte ja in der Vorschau auf das Spiel klargemacht, dass seine Mannschaft das erste Heimspiel der Saison, noch dazu in einer neuen Spielklasse, unbedingt gewinnen will. Entsprechend begannen die Gastgeber. Noch keine 30 Sekunden waren gespielt, da wurde Josef Wernz in aussichtsreicher Position gerade noch so geblockt und seine anschließende Flanke fand keinen Abnehmer.
Der SVG blieb dran, wollte das schnelle Führungstor. Die Angriffe, vornehmlich über die linke Seite, wurden aber zunehmend ungenauer, was den Gästen das Verteidigen leichter machte. Trotzdem hatte Tobias Basalyk zwei gute Chancen, als er den zu weit nach vorne geeilten Torhüter überlupfte, aber auch das Tor verfehlte (14.) und wenig später eigentlich freie Bahn hatte, sich aber für einen Querpass entschied, der nicht ankam (16.).
Reichenbach am Ruder
Die Gäste kamen allmählich besser ins Spiel und Niclas Leist verpasste eine gute Chance frei vor dem Torhüter (13.). Nach 22 Minuten dann zwei Chancen innerhalb einer Minute für den VfB, der danach immer mehr Kontrolle gewann. Zuerst bediente Leist Jayden Janssen, der aus 14 Metern knapp drüberzielte, dann scheiterte der freie Leist an SVG-Keeper Kevin Heske.
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen gönnten sich beide Teams keine Pausen. Ein Kopfball von Gundersweilers Elias Jung ging nur knapp drüber (24.). VfB-Keeper Nico Kiefhaber konnte gegen den freien Sajoscha Basalyk klären (27.).
Das veranlasste Hammerschmidt zu folgendem Zwischenfazit: „Wir machen das Spiel, haben die Chancen, und die machen die Tore“. Die Treffer fielen nämlich jetzt in kurzem Abstand. Zunächst konnte Leist eine Freistoßflanke per Kopf relativ unbedrängt zum 0:1 verwerten (32.), und dann rutschte der erste Eckball der Gäste durch, fiel Tom Kuhn auf Kopf und Schulter und landete zum 0:2 im Netz (38.). „Normalerweise stehen wir in der Abwehr gut, aber bei den Standards waren wir heute nicht im Bilde“, war Hammerschmidt nicht zufrieden mit der Abwehrarbeit.
Die Vorentscheidung
Die Druckphase zu Beginn der zweiten Hälfte überstanden die Gäste unbeschadet, ließen dabei auch kaum etwas zu. Stattdessen antworteten sie mit der Vorentscheidung. Den Schuss von Guilio Caporaso konnte Heske nach abwehren, aber Leist war zur Stelle und verwandelte den Abpraller zum 0:3 (53.). Praktisch im direkten Gegenzug hätte Bastian Steer noch einmal für Spannung sorgen können. Nach einem Missverständnis hatte er freie Bahn, schob aber am langen Pfosten vorbei (54.). „Das hätte noch einmal gefährlich werden können, wenn der reingeht. Da hatten wir ein bisschen Glück“, sagte Yannick Brehmer, der Spielertrainer des VfB, nach Spielschluss. Sein Gegenüber sprach schon während des Spiels „von fehlender Konzentration in allen Belangen“ und „viel zu vielen einfachen Fehlern“.
Das war sicherlich auch den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet, die im letzten Drittel der Partie an den Kräften zehrten. Die Bemühungen der Gastgeber um den Anschlusstreffer wurden immer ungenauer. Den hätte Sascha Steffes erzielen müssen, köpfte aber vollkommen frei in die Arme des Torwarts. Auf der Gegenseite verlängerte Brehmer einen Schuss von Leist zum 0:4 (85.) ins Tor. Sein Fazit: „Obwohl wir personell nicht so gut aufgestellt waren, haben wir verdient gewonnen.“ „Die Einstellung hat nicht zu 100 Prozent gestimmt und wir haben zu viele Chancen vergeben. Ich denke, vier Tore waren wir nicht schlechter“, meinte Hammerschmidt.