Fußball
SV Gundersweiler landet Pokalcoup
Die Fußballer des SV Gundersweiler durften sich am Montagabend über einen kleinen Coup freuen. Das Team von Spielertrainer Michael Hammerschmidt, das in dieser Spielzeit in der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg an den Start geht, bezwang in der ersten Runde des Südwestdeutschen Pokals auf eigenem Platz die klassenhöhere SG Mannweiler/Stahlberg/Dielkirchen mit 4:2 (2:2, 1:2) nach Verlängerung.
Marcel Weiß wirbelt
„In den vergangenen Wochen hatten wir durch Ausfälle und einige Studenten im Kader, die unterwegs waren, keine guten Trainingseinheiten. Aber die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion gezeigt“, freute sich Michael Hammerschmidt, den ja immer noch eine hartnäckige Schambeinentzündung zum Zuschauen verdammt. Der 32-jährige Trainer des SV Gundersweiler sagte nach dem Sieg: „Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt, haben aber im zweiten Durchgang viel richtig gemacht und die Verlängerung dann doch dominiert. Ich denke deshalb, dass der Sieg in Ordnung geht.“ Spieler der Partie in den Reihen der Platzherren war ausgerechnet einer, der in der vergangenen Saison noch das Trikot der SG getragen hatte. Marcel Weiß wirbelte auf der linken Seite beim A-Klassenvertreter. Der Neuzugang war an allen vier Treffern von Gundersweiler beteiligt.
Die SG Mannweiler ging allerdings zunächst durch einen Kopfballtreffer von Christian Betz (10.) in Front. Der Bezirksligist drückte danach auf den zweiten Treffer, musste allerdings nach einem Konter den Ausgleich hinnehmen. Josef Wenz war für den SVG zum 1:1 (20.) erfolgreich. In der Folge sahen die 250 Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Zwischenzeitlich regnete es. Die SG ging dann wieder in Front. Oliver Benz traf zum 2:1 (43.) und die Kombinierten gingen mit der Führung auch in die Halbzeitpause.
Toller Schuss in den Winkel
Der SVG kam dann engagiert aus der Kabine. Weiß setzte sich auf rechts durch, drang in den gegnerischen Strafraum ein und wurde vom SG-Akteur Robin Blum unsanft von den Beinen geholt. Sajoscha Basalyk verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:2 (59.). Danach hatte Weiß mit einem Lattenkopfball Pech (65.), und Bastian Stier traf aus 20 Metern den rechten Torpfosten (75.). Die SG hätte dann in den Schlussminuten der regulären Spielzeit die Partie entscheiden können. Betz (84.) und Romain Barraud (86.) schossen aber aus kurzer Distanz den Ball über das Gundersweiler Gehäuse. In der Verlängerung gelang dann Marcel Thamm nach Flanke von Weiß das 3:2 (100.) für die Platzherren. Gundersweiler war in der Nachspielzeit besser. Weiß krönte dann mit einem tollen Schuss in den Winkel zum 4:2 (105.) seine Leistung.
„Eine absolute Bereicherung“
„Ich bin nicht ganz unzufrieden. 90 Minuten lang haben wir das Spiel offengehalten, haben es letztlich verpasst, den entscheidenden Treffer in der Schlussphase der regulären Spielzeit zu setzen“, sagte der SG-Coach Alex Raab und machte klar: „Nach dem, was die vergangenen drei Monate hier passiert ist, sind wir doch auf einem guten Weg.“ Bei den Kombinierten verabschiedete sich ja der TuS Finkenbach aus der Spielgemeinschaft. Wichtige Leistungsträger haben die SG verlassen. Auch eben Marcel Weiß, der in dieser Spielzeit allerdings nicht für Finkenbach, sondern eben für den SV Gundersweiler spielt. Was seinen Coach Michael Hammerschmidt freut. „Marcel ist auf der linken Seite eine absolute Bereicherung für uns. Er bringt uns weiter“, sagte der Gundersweiler Trainer, der betonte: „Wir wollen den Schwung in die Runde mitnehmen.“