Donnersbergkreis Suche nach Pächter für Orangerie schwierig

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Die Pächtersuche für die Kirchheimbolander Orangerie – sie ist zweifelsohne eine langwierige Sache. Dabei sah es anfangs so gut aus. Die Stadt war sich mit einem vielversprechenden Kandidaten einig, der sprang aber ab. Wie Stadtbürgermeister Klaus Hartmüller mitteilt, gibt es derzeit noch zwei Interessenten.

Wie berichtet, gab es bereits eine Zusage eines Pächters von der Weinstraße, ideal für die Gaststätte in den barocken Gebäude, wie Klaus Hartmüller findet. Der sprang aber wieder ab. Eigentlich sollte auch die Kücheneinrichtung mit dem Pächter abgestimmt werden, da aber noch niemand gefunden ist, hat der Stadtrat ein Büro aus Aschaffenburg für die Küchen- und Gaststättenplanung beauftragt. Sechs Interessenten hat es laut dem Stadtbürgermeister bislang für die Gaststätte gegeben. Einer sei vor einer Woche abgesprungen. Derzeit seien noch zwei vorhanden. „Wenn es von den beiden niemand wird, sieht es schlecht aus“, gesteht der Stadtbürgermeister. Zweimal sei in einer Fachzeitschrift des Hotel- und Gaststättenverbands „Dehoga“ inseriert worden. „Wir überlegen derzeit, ob wir das nicht an einen Makler geben. Vielleicht hat so jemand mehr Erfolg“, sagt Hartmüller. Dass es die komplizierte Raumstruktur ist, die mögliche Pächter abschreckt, glaubt der Stadtbürgermeister nicht. Immerhin wird die Gaststätte auf vier Räume verteilt sein. „Diejenigen, mit denen wir gesprochen haben, finden die Planung gut. Dass man in einem historischen Gebäude auch mal eine Treppe laufen muss, damit muss man leben“, so Hartmüller. Als Grund für eine Absage sei angegeben worden, dass man den bisherigen Betrieb beibehalten wolle. Und die Orangerie, das ist zweifelsohne eine Herausforderung für einen Pächter. 63 Plätze stehen im Innenbereich zur Verfügung, hinzu kommt ein Außenbereich. Die beiden jeweils 22 Meter langen Seitenflügel können ebenfalls angemietet werden. „Die Pacht selbst ist erträglich, nach einem Gutachten von Dehoga angesetzt“, berichtet Hartmüller. Er wünscht sich in dem 1776 errichteten und nun für rund 5 Millionen Euro renovierten Gebäude eine „gut bürgerliche Küche, die dem Raum- und Einrichtungskonzept angepasst ist“. Apropos Einrichtung: Darüber muss der Stadtrat noch befinden, sowohl was die Küche als auch die Möbel im Gastraum betrifft. Eingeweiht wird die Orangerie offiziell am 4. November. Dieser Termin steht mittlerweile fest. Die beiden Wohnungen seien soweit fertig. Für eine gibt es laut Hartmüller auch schon seit geraumer Zeit einen Interessenten, die andere ist für den Pächter gedacht. Die Arbeiten an dem barocken Gebäude hatten sich in der Vergangenheit wegen unliebsamer baulicher Überraschungen immer wieder verzögert. Zuletzt gab es Probleme mit dem Holzpflaster im Westflügel. „Bis wir die Betriebserlaubnis bekommen, kann es September/Oktober werden“, vermutet der Stadtbürgermeister – und ergänzt: „Wenn die Handwerker fertig sind, muss die Abnahme erfolgen. Da gibt es hohe Auflagen.“ Stadthallen-Managerin Katrin Stephan ist zudem dabei, eine Benutzungsordnung für die Seitenflügel zu erstellen. Auch damit wird sich dann noch der Stadtrat befassen. (ssl)

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