Fußball
Steinbachs Aufholjagd kommt zu spät
„Wir sind leider zu spät aufgewacht“, sagte der Steinbacher Coach Heinrich nach der knappen Niederlage vor 100 Zuschauern, Bereits nach zwölf Minuten ging Zeiskam mit 1:0 in Front. Nico Nagel konnte frei zur Führung einschieben. „Mika Herbert lässt sich hinten rausziehen, Nils Frey muss nachschieben und so war für den Zeiskamer Akteur auf einmal der Platz da“, analysierte Heinrich den Gegentreffer, der seine Mannschaft wieder frühzeitig in die Bredouille brachte.
Die Platzherren wirkten danach bemüht und hatten auch die Chancen zum Ausgleich. Benson Kamrau scheiterte aber am Zeiskamer Torhüter Sebastian Weisser, der seinem Team die Führung rettete (22.). Die Steinbacher mussten wieder auf einige Stammkräfte verzichten, wie Defensivspezialist Patrick Wolf, der noch immer an einer Kopfverletzung aus der Partie gegen Marienborn laboriert. Zeiskam kontrollierte die Partie bis zur Halbzeitpause und legte noch im ersten Durchgang das 2:0 nach. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhte Simon Stubenrauch (42.).
Musik im Spiel
Kurz nach Wiederanpfiff musste das Ligaschlusslicht den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Der sonst sichere Torhüter Klaus Siebecker patzte. Nagel sagte „Danke schön“ und erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 (53.). Das schien dann auch schon die Vorentscheidung zu sein. Doch die Steinbacher kamen noch einmal heran.
Nach Vorarbeit von Jonas Krautschneider erzielte Marvin Mirschberger das 1:3 (57.). Plötzlich war wieder Musik im Spiel der Donnersberger. Ein fast identischer Spielzug wie beim ersten Steinbacher Treffer sorgte für das Anschlusstor und für neue Hoffnung bei Heinrich und Co. Nils Frey und Jonas Krautschneider spielten Doppelpass, Letzterer erzielte das 2:3 (68.). in der Folge versuchten die Steinbacher noch einmal alles. Doch der TV Jahn Zeiskam verteidigte den knappen Vorsprung und durfte sich über den Dreier freuen. Für die Steinbacher dagegen wird die Luft jetzt dünn.
„Zu wenig Körpersprache“
„Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da war aus meiner Sicht zu wenig Körpersprache und Galligkeit. Das habe ich meinen Spielern in der Pause auch deutlichgemacht“, sagte TuS-Coach Christoph Heinrich.
Der Rückstand der Steinbacher auf den Ligaviertletzten TuS Rüssingen beträgt nun weiter sechs Punkte. Aber die Steinbacher können nur noch zweimal punkten. So müssen nun zwei Siege her und die Konkurrenz vor dem TuS darf nicht mehr punkten.
So spielten sie
TuS Steinbach: Siebecker – Mirschberger, Schwab, Frey, Herbert – Gödtel, Hayrapetyan (46. Rico Metz), Hofmann (62. Robin Metz), Schunk – Jonas Krautschneider (75. Schulz), Kamau (84. Ahmed).