Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbach: Trainerwechsel nach zwei Aufstiegen

Traineransprache in der Vorbereitung auf die Saison 2021/22: Timothy Hanauer (Zweiter von rechts) und Pascal Weber (links danebe
Traineransprache in der Vorbereitung auf die Saison 2021/22: Timothy Hanauer (Zweiter von rechts) und Pascal Weber (links daneben) waren damals Trainer der ersten und zweiten Mannschaft des TuS Steinbach. Mittlerweile haben beide den Verein verlassen.

Pascal Weber blickt auf ein bewegtes Jahr zurück: Er hat bewiesen, dass man als Trainer auch gleich zwei Meisterschaften und Aufstiege in derselben Saison feiern kann. Der TuS Steinbach schaffte dies mit beiden Teams. Den Trainer zieht es dennoch weg.

Zwei Meisterschaften in nur einer Saison: Geht das überhaupt? Geht. Pascal Weber vom TuS Steinbach ist der beste Beweis. Der Coach betreute als Spielertrainer in der vergangenen Saison zunächst in Hauptverantwortung die zweite Mannschaft des TuS Steinbach, die zusammen mit dem SV Börrstadt in der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord antritt. In der Winterpause übernahm er dann auch noch die Steinbacher Landesligaelf, bei der er in der ersten Saisonhälfte noch Co-Trainer von Timothy Hanauer war.

Die „Verzahnung“ beider Mannschaften wird bei den Donnersbergern schon seit einigen Jahren groß geschrieben. „Auch in dieser Runde haben wir Spieler problemlos in beiden Teams eingesetzt“, sagt Markus Buhl-Bohlander, der Teammanager beider Steinbacher Mannschaften und zugleich Vorsitzender des TuS ist.

Topwerte in allen Statistiken

Der Vereinschef sagt im Rückblick: „Das Ziel war ursprünglich, dass die zweite Mannschaft in der Runde den Aufstieg in die A-Klasse schafft. Darauf haben wir zu Beginn der Saison im Verein auch vor allem unseren Fokus gelegt.“ Der TuS Steinbach II/SV Börrstadt, so die offizielle Bezeichnung des Teams, lieferte auch eine überragende Hauptrunde. Von 16 Partien in der Neunerstaffel gewann die Mannschaft von Trainer Weber 15 Begegnungen und wurde souverän Meister. Der Vorsprung auf den Ligazweiten TSG Zellertal betrug am Ende satte elf Punkte. Das Torverhältnis des Teams um Kapitän Dennis Windecker war nach Abschluss der ersten Saisonhälfte beeindruckend: 79:17 Treffer – eine überragende Quote.

Weber selbst war mit 26 Toren bester Schütze des TuS II. Die Steinbacher Dominanz wird auch daran deutlich, dass das Team den schärfsten Verfolger, die TSG Zellertal, zweimal klar in die Schranken verwies. Zu Hause gewannen die TuS-Akteure mit 3:1. Bei der TSG Zellertal siegten sie deutlich mit 6:0. Auch den späteren Ligadritten TuS Stetten fertigten Weber und Co. auswärts mit einem halben Dutzend Treffer ab (6:0). Zu Hause siegte Steinbach II/Börrstadt knapp mit 4:3.

Lob für den scheidenden Trainer

„Das Team hat die Vorgaben voll erfüllt, Coach Pascal Weber hat auch hervorragende Arbeit geleistet. Wir wussten nach dieser starken Hauptrunde, dass wir nur noch zwei Spiele in der Aufstiegsrunde gewinnen müssen, um Meister zu werden“, sagt Buhl-Bohlander.

Dass die erste Mannschaft ebenfalls noch um den Aufstieg in die Verbandsliga spielen würde, war zur Winterpause noch gar nicht abzusehen. Nachdem Timothy Hanauer, der die erste Mannschaft in die Meisterrunde geführt hatte, im Januar in die Jugendabteilung des 1. FC Kaiserslautern wechselte, übernahm Weber auch die Landesliga-Elf. „Die zweite Mannschaft hat in der Vierergruppe dann schnell alles klar gemacht und stand mit 21 Punkten als Meister fest, so konnten wir uns dann voll auf die erste Mannschaft konzentrieren, die im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga involviert war“, berichtet Buhl-Bohlander. Der TuS Steinbach II/Börrstadt musste in der Meisterrunde noch mal gegen Zellertal und Stetten ran. Gegen beide Teams gewann der Favorit seine Heimspiele (2:0 gegen Zellertal und 4:0 gegen Stetten). Dass der TuS II dann gegen den späteren Dritten TuS Dannenfels verlor und auch in Stetten mit 0:8 die höchste Saisonniederlage kassierte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

A-Klasse-Mannschaft im Umbruch

Einige Akteure, die in beiden Teams mitwirkten, waren später auch an der furiosen Vize-Meisterschaft in der Landesliga West beteiligt. Den Aufstieg in die Verbandsliga feierten alle Steinbacher Spieler folgerichtig dann auch zusammen.

„In der neuen Saison gibt es in der Mannschaft schon einen kleinen Umbruch. Einige ältere Spieler haben aufgehört. Wir wollten auf zahlreiche junge Akteure setzen, die in der A-Klasse zeigen können, was für Potenzial in ihnen schlummert. Wir haben mit Christopher Dispot auch noch einen neuen Coach für die zweite Mannschaft“, sagt Buhl-Bohlander. Er kommt vom SV Einöllen. Denn Pascal Weber steht weder als Trainer, noch als Spieler zur Verfügung, hat den Verein verlassen. Er hatte sich enttäuscht gezeigt, als der Klub nach Hanauers Abgang schnell extern nach einem Trainer für die erste Mannschaft für die kommende Saison gesucht hatte und auch gesagt: „Ins zweite Glied werde ich nicht mehr gehen.“

Los geht es für den TuS Steinbach II/SV Börrstadt in der A-Klasse am 7. August mit dem Auswärtsspiel bei den 1. FCK-Portugiesen. „Wir freuen uns auf die Runde mit der Zweiten. Da sind einige interessante Partien dabei. Das Saisonziel wird dann natürlich ganz klar nur der Ligaverbleib sein“, erklärt Buhl-Bohlander.

Eine starke Truppe: Der TuS Steinbach II/SV Börrstadt feierte früh die B-Klassen-Meisterschaft. Danach konnte sich der Klub auf
Eine starke Truppe: Der TuS Steinbach II/SV Börrstadt feierte früh die B-Klassen-Meisterschaft. Danach konnte sich der Klub auf das Unternehmen Verbandsliga-Aufstieg mit der Ersten konzentrieren.
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