Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbach sehnt Winterpause entgegen – Rüssingen will weiter Boden gutmachen

Getoar Kryeziu (links) und Marvin Gödtel beharken sich im direkten Duell und auch in der Liga kämpfen Rüssingen und Steinbach um
Getoar Kryeziu (links) und Marvin Gödtel beharken sich im direkten Duell und auch in der Liga kämpfen Rüssingen und Steinbach um den Klassenerhalt.

Fussball: Nach dem Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen den FC Bienwald Kandel kann der TuS Rüssingen am Wochenende gegen Hermersberg weiter Boden im Abstiegskampf gutmachen. Die Steinbacher kämpfen auswärts bei der TSG Bretzenheim um Anschluss.

Zum letzten Heimspiel des Jahres empfängt Verbandsligist TuS Rüssingen am Sonntag um 14.30 Uhr den Tabellenvierzehnten SV Hermersberg. Der Sieg am vergangenen Sonntag war wichtig, denn auch die Konkurrenz in der Abstiegszone hat gepunktet. Der TuS rangiert jetzt auf Platz elf der Tabelle und hat drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Der kommende Gegner, Aufsteiger Hermersberg, liegt derzeit sieben Punkte hinter dem rettenden Ufer, hat allerdings auch ein Spiel weniger als die Konkurrenten. In Sachen Abstieg ist noch längst nicht das letzte Wort gesprochen.

Rüssingens Sechs-Punkte-Spiel

Entsprechend erwartet TuS-Trainer Ediz Sari den Gegner: „Hermersberg weiß um was es geht, entsprechend werden sie auftreten. Für uns ist das ein Sechs-Punkte-Spiel.“ Da zählen auch die schönen Erinnerungen an das Hinspiel nicht mehr, als die Rüssinger am vierten Spieltag in Hermersberg den ersten Saisonsieg landeten. Geri Hasa hatte in der Nachspielzeit zum 4:3 getroffen. Die Rüssinger haben sich danach peu á peu nach vorne gearbeitet, der SVH ist auf einem Abstiegsplatz hängengeblieben.

Mehr Konstanz gefordert

Gerade nach der guten Leistung seiner Mannschaft beim 4:1 gegen Kandel will der Trainer überhaupt nichts von der Favoritenrolle wissen, will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Schon gar nicht will er, dass seine Mannschaft das tut. „Wir haben jetzt ein gutes Spiel gemacht, sicherlich das beste Heimspiel in dieser Saison, aber das reicht noch nicht“, schreibt er seinen Kickern ins Stammbuch. „Ich hoffe, dass wir die Dinge, die wir gut gemacht haben, mitnehmen können und mehr Konstanz in unser Spiel bringen. Ich habe immer gesagt, dass die Mannschaft die Qualität für die Verbandsliga hat“, schiebt er nach.

Wie er selbst sagt, befindet er sich derzeit in einer komfortablen Situation, die aber auch seine unschönen Seiten hat. „Die Mannschaft steht voll im Saft, wir haben keine Verletzten zu beklagen. Ich denke, da haben wir einiges richtig gemacht, wenn man das im November, nach den vielen Spielen, behaupten kann. Allerdings muss ich jetzt auch drei Spielern sagen, dass sie am Sonntag nicht im Kader sind.“ Nach seiner Sperre wird aber Tolga Karlidag, der schmerzlich vermisste zentrale Abwehrspieler, wieder dabei sein. Torhüter Cosmin Dragota wäre sicher dankbar, wenn seine Rüssinger so vielleicht wieder einmal zu Null spielen. Denn der Keeper war nach dem Gegentreffer gegen Kandel in der Nachspielzeit ziemlich angefressen.

Steinbach auf der letzten Rille

Der TuS 07 Steinbach steht am Sonntag, 15.30 Uhr, in seinem abschließenden Verbandsligaspiel im Jahr 2022 vor einer kniffligen Aufgabe. Die Donnersberger müssen zum Mitaufsteiger TSG Bretzenheim. Die Steinbacher belegen aktuell nur den vorletzten Tabellenrang, haben in bislang 17 Begegnungen 13 Punkte geholt. Die TSG Bretzenheim steht mit 20 Zählern auf Rang zwölf, was zugleich der erste Nichtabstiegsrang ist. Der Steinbacher Coach Christoph Heinrich macht klar: „Bretzenheim ist kein normaler Aufsteiger. Auch wenn sie nur sieben Punkte vor uns in der Tabelle liegen, die TSG hat ganz andere Voraussetzungen als wir. Ich denke, dass die Bretzenheimer noch unter ihren Möglichkeiten spielen. Aber in den vergangenen Wochen haben sie ja dreimal in Folge gewonnen und das zu null.“

Beide Spielführer schwer verletzt

Der TuS Steinbach geht in sein letztes Spiel des Jahres quasi mit dem letzten Aufgebot. Beide Kapitäne im Team fallen langfristig aus. „Spielführer Hendrik Schwab hat sich alle Innen- und Außenbänder gerissen, die man sich reißen kann“, sagt Christoph Heinrich und erklärt: „Er wird lange ausfallen.“ Gleiches gilt für den Co-Kapitän Dawid Szaszorowski, der sich das Kreuzband angerissen hat und mindestens vier Monate pausieren muss. „Bei den Verletzungen von Lukas Kautschneider und Jan-Eric Bartz wissen wir die genaue Diagnose noch nicht“, sagt der Steinbacher Coach. Beim Aufsteiger sehnt man sich deshalb nach der Pause. „Im Winter wollen wir personell nachlegen und hoffen, dass einige jetzt verletzte Spieler vielleicht zurückkommen. Ich denke, wir werden einen konkurrenzfähigen Kader haben“, sagt Heinrich, der mit einem Punkt in Bretzenheim am Sonntag „sehr zufrieden wäre“.

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