Göllheim
Startschuss für neues Baugebiet
Das künftige Baugebiet heißt „Süd X“, befindet sich am Göllheimer Ortsrand zwischen der Marano-Equo-Straße, der L 449 Richtung Kerzenheim und dem bereits bestehenden Neubaugebiet Süd IX. Es umfasst insgesamt viereinhalb Hektar inklusive Grünflächen, ist also etwas größer als sechs Standard-Fußballfelder. Die 47 Bauplätze werden zwischen 400 bis 650 Quadratmeter groß sein.
Mehr als 120 Interessensbekundungen
Das Erstaunliche: Obwohl noch nicht einmal der erste Spatenstich für die Erschießung des Geländes stattgefunden hat, ist die Warteliste schon voll. „Derzeit gibt es mehr als 120 Interessensbekundungen. Der Run auf die Baugebiete ist im Augenblick unwahrscheinlich“, sagt der Göllheimer Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller.
Nicht zuletzt deshalb ist der Ortsgemeinde sehr daran gelegen, so schnell wie möglich mit der Erschließung zu beginnen. Der Gemeinderat hat in einer seiner jüngsten Sitzung der Planung bereits zugestimmt. Diese enthält auch schon erste Änderungen, da im Rahmen der Offenlage einige Einwände von Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange berücksichtigt werden mussten.
Laut Hartmüller gingen zehn konkrete Anregungen ein. Einer dieser Einwände bezieht sich auf mögliche Starkregenereignisse. So weist die Starkregenkarte des Landesamtes für Umwelt im Bereich des geplanten Gebietes erhöhte Abflusskonzentrationen auf. Deshalb wird jetzt oberhalb der Marano-Equo-Straße ein größeres Entwässerungsbecken gebaut. Dafür mussten einige der ursprünglich mehr als 50 geplanten Bauplätze entfallen.
Schallschutzwand wird erhöht
Auch der Verkehrslärm und Lärm von Windrädern auf Kerzenheimer Gemarkung war Gegenstand von Einwänden, weshalb ein Emissionsgutachten erstellt wurde. Demnach muss nun eine Schallschutzwand von geplanten vier Metern auf viereinhalb Meter erhöht werden. Dadurch wird die Wand etwas breiter, was wiederum Einfluss auf die Größe der dahinterliegenden Baugrundstücke hat. Die Zufahrt von der L 449 über eine Abbiegespur musste ebenfalls neu überplant werden. Und aus Gründen des Umweltschutzes und der Biodiversität dürfen die Vorgärten nicht als Schottergärten ausgeführt werden.
Quadratmeterpreis wohl über 200 Euro
Wie teuer das Bauland genau wird, steht noch nicht fest. „Der Quadratmeterpreis wird sich nach den erforderlichen Erschließungen richten“, sagt Hartmüller. Es sei aber nicht davon auszugehen, „dass der Preis noch unter 200 Euro je Quadratmeter liegen wird“.
Nachdem der Gemeinderat den Weg freigemacht hat, wird die Verbandsgemeindeverwaltung nun das Verfahren weiter betreiben. Dazu gehört auch, dass die Planung demnächst in die zweite Offenlegung muss. Diese dauert vier Wochen. Zwar ist nicht davon auszugehen, dass jetzt noch gravierende Probleme auftauchen, die das Verfahren stoppen könnten, dennoch rechnet Hartmüller nicht damit, dass mit den Erschließungsarbeiten vor Ende dieses Jahres begonnen werden kann.