Fussball
Starker SV Kirchheimbolanden kämpft mit einem kleinen Makel
Im Donnersberg-Derby und Nachholspiel gewann der SV Kirchheimbolanden am Mittwochabend gegen die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg mit 1:0 (0:0). Vor 150 Zuschauern fiel das Tor des Abend auf dem Rasenplatz am Schillerhain bereits in der 16. Spielminute. Rico Sprenger gelang das 1:0, das die Platzherren letztlich bis zum Schluss verteidigten. In der Tabelle kletterte die Mannschaft von Coach Timo Riemer auf Rang zwei. Mit 14 Punkten nach sieben Partien steht der SVK sehr ordentlich da und ist auf gutem Weg das erste Etappenziel, die Teilnahme an der Aufstiegsrunde, zu erreichen.
Doch Riemer war nach dem Heimerfolg kritisch: „Wir haben nach dem 1:0 viele weitere Torchancen, um das Spiel viel früher für uns zu entscheiden. Die machen wir wieder nicht. Das zieht sich nun schon die ganze Saison so durch. Das ärgert mich auch.“ Tatsächlich ließen die Kirchheimbolandener die SG bis zum Schluss im Spiel. „Ich hoffe, dass wir in Zukunft solche Begegnungen einfach viel früher zumachen. Wir haben uns wieder unnötig das Leben schwer gemacht. Es ist klar, dass der Gegner bei so einer schwachen Chancenverwertung zum Schluss noch einmal alles nach vorne wirft und beinahe noch einen Treffer erzielt. Ich will jedenfalls nicht mehr so zittern, wenn man schon in der ersten Halbzeit alles klar machen kann“, sagte Riemer.
Kirchheimbolandener Defensive hat sich verbessert
Was wieder auffiel: Der SVK steht in der Defensive in dieser Saison sehr kompakt. „Ja, da haben wir auch dran gearbeitet. Und das ist auch wirklich eine sehr erfreuliche Sache“, befand der SVK-Coach: „In der Defensive sind wir aktuell stark.“ Erst vier Gegentreffer musste Kirchheimbolanden in der aktuellen Saison hinnehmen. Probleme hat das Team eben vor allem bei der eigenen Chancenverwertung. Bisher hat der SVK elf Tore erzielt. Nun kommen aber zwei Spieler zurück, die zuletzt fehlten. Felix Reißmann ist wohl für das Heimspiel am Sonntag, 15 Uhr, gegen das Ligaschlusslicht SV Mackenbach wieder einsatzbereit. Der quirlige Außenspieler könnte der Offensive die von Riemer erhoffte Kaltschnäuzigkeit geben. Michael März ist ebenfalls wieder ins Training eingestiegen. Ein weiterer Leistungsträger, den Riemer gut gebrauchen kann. „Wir haben jetzt 20 Mann im Kader, das macht sich natürlich bemerkbar. Die Jungs sind alle heiß, wollen spielen, das ist ein gutes Zeichen“, findet der Trainer.
Seit vier Partien ist der SV Kirchheimbolanden ungeschlagen. „Wir haben mit dem SV Nanz-Dietschweiler, Olympia Ramstein und TuS Bedesbach-Patersbach sowie der SG Rockenhausen/Dörnbach die Teams aus dem vorderen Bereich alle auswärts gehabt. Die kommen in der Rückrunde alle zu uns. Da wollen wir dann angreifen“, sagt Riemer.
Ligaverbleib wird vorangestellt
Momentan liegt der SVK fünf Punkte hinter Spitzenreiter Ramstein, gegen den es ein 1:1 gab. Am Sonntag kommt nun Aufsteiger Mackenbach auf den Schillerhain, der erst ein Spiel gewonnen hat. „Der SV hat mit Heiko Batista Meier einen Spieler der Extraklasse für die Bezirksliga. Auf den müssen wir aufpassen. Ich denke, dass gerade solche Spiele gegen diese Mannschaften viel schwerer sind als gegen Teams aus der oberen Tabellenregion“, sagt Riemer und betont: „Aber wir sind zu Hause in dieser Saison doch sehr gut und erfolgreich. Uns muss man erst einmal auf eigenem Platz schlagen.“
Während beim SVK die Stimmung also derzeit gut ist, steckt die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg in einem sportlichen Tief. Das 0:1 am Mittwochabend war schon die vierte Niederlage im siebten Spiel. Dabei lief es zuletzt wieder besser. In der Tabelle ist der Hauptrundenmeister der vergangenen Runde nur Drittletzter. Für Coach Alex Raab keine Überraschung. „Wir müssen in dieser Runde hart um den Ligaverbleib kämpfen“, betont der Trainer immer wieder. Die Spielgemeinschaft empfängt bereits am Samstag, 18 Uhr, zu Hause auf dem Rasenplatz in Stahlberg den FC Otterbach. Theoretisch ist der fünfte Rang, der zur Aufstiegsrunde berechtigt, weiter in greifbarer Nähe.
Die SG Rockenhausen/Dörnbach, die aktuell auf Rang vier steht, muss am Sonntag, 16 Uhr, beim Ligafünften TuS Bedesbach-Patersbach antreten.