Donnersbergkreis Stabwechsel bei der IG Metall erfolgt
Michael Detjen hört zum 1. Oktober als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Kaiserslautern auf. Seine Nachfolge tritt Bernd Löffler an, bisheriger Gewerkschaftssekretär der Geschäftsstelle. Der Stabwechsel wurde am Donnerstag im Brauhaus auf der Gartenschau gefeiert.
Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sagte in ihrer Grußrede, dass mit der Verabschiedung von Detjen die rheinland-pfälzische Gewerkschaftslandschaft einen Kämpfer verlieren werde. Sie sprach auch die Herausforderungen der Arbeitswelt an, die bewältigt werden müssten. Dabei sagte sie, dass die Arbeitswelt immer von Veränderung geprägt gewesen sei und fügte hinzu: „Neu ist aber die Dynamik, die die Veränderungen ausmachen.“ Digitalisierung werde ein großes Thema bleiben. Nach manchen Studien würden zwölf, nach anderen etwa 50 Prozent der Arbeitsplätze diesem Trend zum Opfer fallen. Diese Herausforderung müsse bewältigt werden, das Thema Weiterbildung werde auf der Tagesordnung bleiben. „Das schaffen wir nur gemeinsam“, sagte sie. Doch nicht alle Menschen könnten mit der Digitalisierung mithalten. Die Politik müsse auch diesen etwas anbieten, unterstrich sie. Michael Detjen dankte in seiner kurzen Ansprache für die Zeit in der Gewerkschaft. Die Westpfalz sei von Umbruch geprägt, „aber die Westpfälzer halten zusammen“, sagte er. Er brachte auch seinen Wunsch zum Ausdruck, dass es mit der IG Metall Kaiserslautern weiter bergauf geht. Die Gewerkschaft habe im vergangenen Jahr so viele Mitglieder gewonnen wie seit 23 Jahren nicht mehr und die 9000er-Marke überschritten. Auch der Nachfolger Bernd Löffler, der in sein Amt mit einer 100-prozentigen Zustimmung der Mitglieder gewählt wurde, nannte die Transformation in der Autoindustrie und die Digitalisierung als zentrale Herausforderungen. Mit Blick auf die Bundestagswahlen sagte er, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen gegenüber der neu zu bildenden Bundesregierung untermauern müsse. Es zeichne sich eine Regierung ab, die gegenüber Arbeitnehmerrechten nicht völlig aufgeschlossen sein werde. Er sprach auch die AfD an. „Unsere Antwort darauf muss eine Politik der sozialen Gerechtigkeit sein, damit man den Menschen ihre Ängste nimmt.“ Detjen wird womöglich nicht völlig aus der Öffentlichkeit verschwinden. Sollte bei der Stichwahl bei der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen am 15. Oktober die Kandidatin der SPD, Jutta Steinruck, die Wahl gewinnen, wird Detjen an ihre Stelle ins Europaparlament nachrücken.