Donnersbergkreis Spukschloss in Narrenhand

Die ganze Halle war ein einziges gruseliges Spukschloss mit vielen Horrorgestalten, als der MKC Mörsfeld am Samstag seine Kappensitzung feierte. Pünktlich um 20 Uhr 11 geisterte dann auch Sitzungspräsidentin Gabi Reichardt mit ihrem Elferrat durch die toll dekorierte Halle. Was folgte war eine bunte Mischung aus Tänzen, Gesang und Wortvorträgen zur Freude der Gäste in der ausverkauften Halle.
Die tänzerischen Programmpunkte zeigten Darbietungen des MKC-Kinder- und Jugendballetts vor und nach der Pause, die von Beate Klippel und teilweise auch von Cindy Altmoos einstudiert wurden. Die jungen Damen präsentierten unter anderem Ausschnitte aus der Rocky Horror Picture Show. Das MKC-Jungenballett legte sich auch mächtig ins Zeug und brachte die Gäste mit Schwung und gekonnten Figuren ins Staunen. Wilde Reiter aus der Nachbargemeinde Wendelsheim hatten ihre Mustangs dabei und holten in Begleitung dreier Cowboys und unter Leitung von Birgit Bicking das Lasso raus, bevor sich das rote Pferd umdrehte. Auch dieses Mal wieder eine Augenweide sowie einer der Höhepunkte der Sitzung war der Tanz der „Happy Boys“ aus Kriegsfeld. Hier waren die Magier unterwegs, und selbst rosa Kaninchen wurden auf die Bühne gezaubert: ein wahres Feuerwerk unter der Leitung von Birgit Steitz und Sarah Schulz. Den tänzerischen Abschluss der Sitzung bildeten „Chukkys Horrorpuppen“, eine Gruppe, die, von ihrer Übungsleiterin Charline Nostadt in kürzester Zeit ganz toll zusammengestellt, einen Skeletttanz unter Schwarzlicht zeigte. Aber auch an Wortbeiträgen mangelte es nicht, und die „Büttbesetzer“ begeisterten ihr Publikum. Anna Lena Janz und Celine Pauly erklärten den mitsingenden Gästen, dass der Papa doch der Beste ist und alles richtet. Achim Beisiegl berichtete vom abenteuerlichen Kauf eines Asterixhelmes, und Marina Werner erzählte, wie man in 15 gekonnten Schritten eine Katze dazu bringt, ihre Medizin zu schlucken – mit der abschließenden Empfehlung, doch besser auf einen Hamster umzusteigen. Mit Sabine Klemm war eine Weinkönigin mit Sonderschul-Abitur zu Gast, die sich jedoch mehr um ihren mitgebrachten Flachmann mit Schnaps kümmerte und Probleme mit Fremdwörtern hatte. Da das Wachpersonal im Saal saß, machte sich ein Strafgefangener aus der JVA Rohrbach in Wöllstein kurzerhand auf den Weg, um vom harten Leben in seinem kombinierten Schlaf- und Wohnklo zu berichten. Der Kurgast Marco Neder begeisterte die Zuhörer zu vorgerückter Stunde mit seinen Erlebnissen in Bad Oy. Die Besucher der Sitzung kamen nicht mehr aus dem Lachen heraus, als er von seinem schmalbrüstigen Kurschatten berichtete. Eine eigene Fangemeinde hatte bereits der jüngste Nachwuchsredner des MKC, Nico Keiper, der anschaulich erzählte, was er alles bei der Suche nach einer Lehrstelle erlebte. Die Verwaltung Kibo zum Beispiel habe ihn nicht genommen, da er für die Behörde zu schnell sei und damit den Büroschlaf störte. Tolle Stimmungslieder ließ der Gesangverein erklingen, und der Saal sang kräftig mit. Ohne Zugabe durften die Sänger nicht von der Bühne. Außerdem hatten sich noch einige Stars zur Playbackshow von Charline Nostadt und Elene Mielke-Knirsch angesagt: Die wilden Zecher von Santiano und Faun, Hermes House Band aus den Niederlanden mit Country Roads und Andreas Gabalier, Tim Toupet mit dem Fliegerlied und der erst nach zweimaliger Zugabe wieder zu seiner Hannelore ins betreute Wohnen entlassene Heino (Uwe Lorenz). Das Narrentreiben endete mit einem großen Finale um 12.30 Uhr.