Donnersbergkreis Spielstätten stehen auf dem Prüfstand

13 Spielflächen gibt es in der Ortsgemeinde Winnweiler. Derzeit stellt ein Ingenieurbüro alle Spielplätze auf den Prüfstand. Wie sieht es mit Spielgeräten und Gestaltung aus? Was lässt sich verbessern? Aber auch: Welche Plätze können anders genutzt werden? Erste Ergebnisse stellte die Laub-Ingenieurgesellschaft (Kaiserslautern) dem Rat vor.
In Sachen Erreichbarkeit und Vernetzung fiel die Prüfung positiv aus. Die Entfernung der Spielplätze für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr soll 300 Meter nicht überschreiten. Bei zentralen, vielfältigen Spielbereichen mit Aufenthaltsbereich für Erwachsene liegt die Grenze bei 750 Metern, erklärten die Planer. Als zentrale Spielbereiche gelten der Lohnsbachpark und der Spielplatz „Am Stockborn“. Beide Spielplätze decken den gesamten Ortsbereich ab, damit sind die Vorgaben erfüllt. Zu jedem Spielplatz hatten sich die Planer Gedanken gemacht. Der Platz „Berliner Straße“ etwa soll als Grünanlage gestalterisch aufgewertet werden. Hier stellten die Fachleute einen hohen Sanierungsbedarf fest. Neue Aufenthaltszonen könnten den zentralen und gut angenommenen Spielbereich stärken; der Platz gilt als „Baustein der Spielplatz-Vernetzung“. Der Vorschlag der Ingenieure: den Kleinkinderbereich verkleinern und den Platz mit einer zentralen Spiellandschaft neu gestalten. Dazu gehören auch neue Einzelgeräte und möglicherweise ein Kletterfelsen. Zur Straße hin regten die Planer einen Zaun an. Eine grobe Kostenschätzung liegt bei 113.050 Euro. Je 23.800 Euro sind für ein Kombinationsspielgerät und einen Kletterfelsen eingerechnet. Der Spielplatz „Am Stockborn“ soll sich zum zentralen Spiel- und Aufenthaltsbereich weiterentwickeln. Hier steht genügend Fläche zur Verfügung, zudem ist die Lage gut: zentral und ruhig mit gutem Fußwegesystem. Hier schlugen die Planer vor, einen neuen Sitzbereich zu schaffen. Auch die Möglichkeiten für Jugendliche könnten erweitert werden, im östlichen Wiesengebiet etwa durch eine Skateranlage. Dafür müssten Kleinkinderspielgeräte abgebaut werden. Kostenschätzung: 59.500 Euro. Laut Fachbüro kaum genutzt werden die Spielgeräte auf dem Spielplatz „Am Grumberg“, der in einem älteren Wohngebiet liegt. Hier stehen zwei Varianten zur Diskussion: die Umgestaltung als Grünfläche mit kleinem Aufenthaltsbereich für alle Generationen oder aber die Auflassung und Vermarktung des Grundstücks an Nachbarn. Ähnlich sieht es in den „Hopfengärten“ aus. Hier könne sich die Lage aber mit der Umsetzung der weiteren Bauflächen „An den Hopfengärten“ ändern. Deshalb sollten die Spielflächen trotz Hanglage aufgewertet und ein barrierefreier Sitzplatz geschaffen werden. Eindeutigen Sanierungsbedarf sehen die Planer auf dem Spielplatz „Am Dorsberg“. Deshalb und weil das Spielangebot nicht angenommen wird, soll der Platz sukzessive umgestaltet werden, während die Spielgeräte abgebaut werden. Hier soll eine Grünfläche mit Sitzmöglichkeiten für kurzfristige Aufenthalte entstehen. Anders sieht es beim Spielplatz an der Igelborner Hütte aus, der als Waldspielplatz weiterentwickelt werden soll. Dieser Platz, so die Experten, sei attraktiv für alle Generationen – aber auch hier sei es an der Zeit, bauliche Mängel zu beseitigen. In einem desolaten Zustand befindet sich der Spielplatz „In den Weiden“ in Hochstein. Hier kommt entweder eine Komplettsanierung oder der Rückbau und die Anlage eines neuen, naturnahen Spielraums in Frage. Zur Diskussion stehen hier der ruhig gelegene Festplatz am Thronbach oder auch das Gelände am Steinbach beim Friedhof, das über eine gute Anbindung verfügt. Erhaltenswert sei der Bolzplatz. Der in Alsenbrück-Langmeil gelegene Spielplatz „Am Felsen“ ist für alle Generationen nutzbar und dient auch als Rastplatz für Wanderer und Radfahrer. Gerade wegen seiner attraktiven Umgebung soll er erhalten bleiben. Aber auch hier sind bauliche Mängel zu beseitigen. Für alle Generationen nutzbar und gut angenommen ist der Mehrgenerationenplatz in Langmeil, der über eine Vielzahl an Spiel- und Mobilisationsgeräten verfügt. Beim Spielplatz in der Ortsmitte von Potzbach soll der Aufenthaltsbereich weiterentwickelt und die Kneippanlage saniert werden. Hier sollen auch Spielgeräte weichen. Im Gegenzug sei der Spielplatz am Friedhof zu stärken. Dort befindet sich ein großzügiger Spielbereich mit vielen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Ingenieure regten hier an, Bäume und Sträucher zu pflanzen, um für mehr Schatten zu sorgen. Eine Entscheidung fällten die Ratsmitglieder noch nicht – erst wollen sie über das Konzept beraten, das über mehrere Jahre umgesetzt werden soll. Denkbar ist auch, die Bevölkerung miteinzubeziehen. Die Sanierung und Umgestaltung von Spielplätzen wird durch das Leader-Projekt finanziell unterstützt. | llw