Fussball
Spiel der Woche: Hammerschmidt für den ASV Gold wert
Mit einem satten Volleyschuss aus spitzem Winkel machte Michael Hammerschmidt am Samstag den 4:2 (3:1)-Sieg des ASV Winnweiler im Derby bei der SG Rockenhausen/Dörnbach perfekt. Nach der Partie sagte der Sommerneuzugang: „Wir haben uns den Sieg wirklich verdient. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir ein tolles Spiel gemacht.“
Hammerschmidt kam vom A-Klasse-Team SV Gundersweiler. Dort war er Spielertrainer. „In der Zeit mit Gundersweiler habe ich eigentlich alles erreicht, was ich erreichen konnte. Nach sieben Spielzeiten wollte ich aber eine neue Herausforderung. Und der ASV Winnweiler ist ja der Verein, bei dem ich meine Jugend verbracht habe“, sagte er.
Für den ASV ist der Hauptfeldwebel der Bundeswehr, der momentan in Idar-Oberstein stationiert ist, praktisch Gold wert. Hammerschmidt ist die rechte Hand von Trainer Waldemar Schneider, der sich in Rockenhausen einwechseln ließ und nach dem Schlusspfiff sagte: „Wir haben uns diesen Sieg hier erkämpft und sind natürlich sehr glücklich. Ich muss der Mannschaft wirklich ein ganz großes Lob machen, vor allem in der ersten Hälfte haben wir wirklich sehr gut gespielt.“
Ricky Schander Mann der ersten Halbzeit
Die 140 Zuschauer im Stadion an der Obermühle in Rockenhausen sahen von Beginn an ein sehr interessantes Derby. Spieler der ersten Halbzeit war sicherlich ASV-Angreifer Ricky Schander, der den ASV Winnweiler zweimal in Führung brachte. „Wir haben defensiv in der ersten Hälfte einfach viel zu viel zugelassen“, urteilte der Rockenhausener Coach Tim Gabelmann. Das 3:1 durch Tim Giehl kurz vor der Pause war der nächste Schock für die SG. Doch nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Platzherren eine Vielzahl von guten Torchancen. Unter anderem traf Torjäger Fabian Schmitt den Pfosten (55). Dann gelang Valon Lukaj mit einem Schuss aus 20 Metern das 2:3 (63.). Zeit, den Ausgleich zu erzielen, war somit noch gegeben.
Doch der ASV verteidigte gut und versuchte immer wieder, mit Kontern die Entscheidung herbeizuführen. Ein vermeintlicher Treffer zum 4:2 durch Schander in der 78. Minute wurde nicht anerkannt. Der Schiedsrichter hatte nach eigentlichem Einwurf für Rockenhausen weiterspielen lassen, als die Akteure aus Winnweiler selbst den Ball ins Spiel brachten. Der Linienrichter machte den Unparteiischen auf den Fehler aufmerksam. Schiedsrichter Wolfgang Schnur nahm den Treffer nachträglich zurück. „Ein bisschen hat es uns der Schiri zum Schluss schwer gemacht“, zuckte Michael Hammerschmidt mit den Schultern.
Philipp Vogel sah noch Gelb-Rot in der 84. Minute beim ASV. Doch kurz darauf sorgte dann Hammerschmidt mit dem 4:2 (87.) für die Entscheidung. „Bei aller Euphorie, die jetzt nach dem guten Saisonstart bei uns herrscht, ist unser Ziel weiterhin nur der Klassenerhalt“, erklärte der Goalgetter.
Und die SG Rockenhausen/Dörnbach? Dort konstatierte Trainer Gabelmann: „Wir hatten ja eigentlich im zweiten Durchgang unsere Chancen, aber die haben wir leider nicht genutzt, dann kommt eben auch so eine Niederlage zustande.“
SG Rockenhausen/Dörnbach: Adam - Lahr (68. Held), Zirker (46. Bäcker), Schick (86. Geib), Bauer - Schirrmann, Wenz, Schneider, Lukaj - Möhler, Schmitt
ASV Winnweiler: Kaßler - Vogel, Bleckmann, Sevinc, Pfannenstein (54. Metzger)- Giehl, Botzner, Siller (77 Mayer), Böcher (66. Schneider) - Hammerschmidt, Schander
Tore: 0:1 Schander (7.), 1:1 Schirrmann (24.), 1:2 Schander (26.), 1:3 Giehl (40.), 2:3 Lukaj (63.), 2:4 Hammerschmidt (87.) - Gelbe Karten: Möhler - Vogel -
Gelb-Rote Karten: Vogel (84.) - Beste Spieler: Lukaj - Hammerschmidt, Schander - Zuschauer: 140 - Schiedsrichter: Schnur (Mörsfeld).